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auf dem Barbecue-Grill zubereitet

Ich hatte heute gar nicht geplant zu posten und wollte das Wochenende einmal “blogfrei” ausklingen lassen. Unser Mittagessen hat uns allerdings in eine dermassen euphorische Stimmung versetzt, dass ich das mit euch teilen muss.

Dass es zu diesem herrlichen Gericht kam, verdanken wir einer Reihe von glücklichen Ereignissen und Einkäufen.

Angefangen hat es mit der Tatsache, dass mein Mann und ich letzten Mittwoch vor 5 Jahren in unser Häuschen eingezogen sind, das wir heiss und innig lieben, was wir vor allem auch der ruhigen Lage und der überaus netten Nachbarschaft zu verdanken haben. Am gleichen Tag sind wir 4 1/2 Jahre verheiratet. Grund genug ihm ein neues Koch Grillbuch – “Weber’s Grillbibel” – zu schenken. Daraus stammt das Rezept.

Dann war ja gestern unser Markttag, wo wir diesen tollen frischen Mesclun Salat und den, wenn auch nicht ganz billigen, aber sehr aromatischen Gorgonzola erwarben. Das schöne am Einkaufen in der Stadt ist, dass es auch einige hervorragende Metzgereien dort gibt, wovon wir Gelegenheit ergriffen und uns zwei erstklassige Steaks (Côtes à l’os) besorgten.

Zu guter letzt hatten wir heute einen traumhaft sonnigen und frühlingshaften Sonntag. Der perfekte Tag also die Grillsaison zu eröffnen.

Wie bereits erwähnt stammt das Rezept aus “Weber’s Grillbibel” und mir scheint, dass dieses Buch die gleiche Qualität verfolgt wie “Das Barbecue Buch” von Weber. Die Beschreibungen sind auch für Anfänger leicht nachzuvollziehen und alle ausprobierten Rezepte – bis jetzt natürlich hauptsächlich aus dem Barbecue Buch – klappten einwandfrei. So auch die heutigen “Piadine mit Steak und Gorgonzola”. Lediglich die Wassermenge beim Teig von den Piadine habe ich erhöhen müssen.

Piadine (Einzahl: Piadina) sind übrigens dünne italienische Fladenbrote die normalerweise in einer Pfanne auf dem Herd gebacken werden. Das Grundrezept ist wie so oft von Region zu Region verschieden und daher auch verzeihbar, dass der Teig hier mit Hefe zubereitet wird und nicht wie üblich mit Natron.

Abschliessend kann ich nur noch sagen, dass wir uns buchstäblich die Finger abgeleckt haben und mein Mann volle 2 Portionen verdrückt hat. An alle Barbecue-Anhänger: unbedingt ausprobieren!!

Alleine die Piadine sind schon eine Gaumenfreude und gepaart mit den hervorragenden Steaks und den harmonischen Aromen lässt es das Gourmet Herz höher schlagen und die Geschmacksnerven Freudentänze vollführen!

Piadine mit Steak und Gorgonzola

Zubereitung:
für 4 Personen

Anmerkung: Die Grillangaben beziehen sich auf einen Gas- oder Holzofengrill verschliessbar mit einem Deckel (Barbecue).

Für den Teig der Piadine alle Zutaten in die Schüssel der Küchenmaschine geben und auf kleiner Stufe 1 Minute kneten, bis sich die Zutaten vermengt haben. Dann auf mittlere Stufe hochschalten und weitere 10 Minuten kneten bis ein glatter, elastischer Teig entstanden ist, ähnlich einem Nudelteig.

Zugedeckt an einem warmen Ort 90 bis 120 Minuten gehen lassen, bis er sein Volumen verdoppelt hat und schön luftig ist.

In der Zwischenzeit den Salat putzen und für die Sauce die Zutaten in einer kleinen Schüssel gut verrühren. Die Essigmenge scheint auf den ersten Blick etwas viel zu sein, da man den Salat aber auf die Teigfladen gibt und alles zusammen verzehrt ist die Säure gerade angenehm.

Das Fleisch rechtzeitig aus dem Kühlschrank nehmen und 30-60 Minuten Raumtemperatur annehmen lassen.

Den Gorgonzola in kleine Würfel zerteilen.

Den Teig nach dem Gehen abschlagen (durchkneten oder mit den Fäusten flach drücken, damit verschwinden die Luftblasen und der Teig wird feinporig) und in vier gleich grosse Stücke teilen. Diese auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche mit dem Nudelholz rund ausrollen (ca. 20-25 cm Durchmesser). Vier 25×25 cm lange Stücke Backpapier abtrennen. Das erste mit Öl einpinseln, ein Fladen darauf legen, die Teigoberfläche ebenfalls mit Öl einpinseln, ein zweites Papier darauf legen, dieses wiederum mit Öl einpinseln und so fortfahren. Zur Seite stellen.

Den Grill aufheizen. Das Fleisch beidseitig mit Öl einreiben und salzen und pfeffern.

Die Steaks bei grosser Hitze und geschlossenem Deckel 8 Minuten grillen. Dabei einmal wenden. In Alufolie einwickeln und warm stellen. Den Grill auf mittlere Temperatur herunterstellen. Je zwei Teigfladen, oder wenn die Grillfläche es erlaubt auch alle zusammen, auf den Grill geben und pro Seite 1 – 1 1/2 Minuten grillen. Dabei leicht hin und her schieben.

Die warmen Piadine mit den Gorgonzolawürfeln belegen. Die Steaks dünn aufschneiden und darauf legen. Den Salat anmachen und darauf verteilen. Einmal zusammen klappen und geniessen!

Stand nicht im Rezept, aber eine Prise Piment d’Espelette haben die Piadine geschmacklich abgerundet.

Zutaten:

  • 2 Rindersteaks von je 250 g und 2,5 cm dick
  • Olivenöl
  • 125 g Gorgonzola
  • 100 g Rucola oder junge Spinatblätter (oder Mesclun Salat)
  • Salz und frisch gemahlener Pfeffer

Zutaten für den Teig:

  • 240 g lauwarmes Wasser (37°C) – original Rezept: 175 ml
  • 1 Päckchen Trockenhefe
  • 1/2 Teelöffel Zucker
  • 500 g Weizenmehl (ich vermischte 200 g Typ 1050 und 300 g Typ 550)
  • 3 Esslöffel Olivenöl
  • 2 Teelöffel grobes Salz

Zutaten für die Salatsauce:

  • 2 Esslöffel Olivenöl
  • 2 Esslöffel Balsamico Essig
  • 1/2 Teelöffel gehackter Knoblauch (ich nahm, da gerade Saison 6 Blätter fein geschnittener Bärlauch)
  • 1/2 Teelöffel Dijon Senf
  • Salz und frisch gemahlener Pfeffer

Quelle: Weber’s Grillbibel / La Bible Weber du barbecue

Noch mehr Piadine bei con cuore, Kleiner Kuriositätenladen und zorra.

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Ich liebe Märkte! Ich freue mich die ganze Woche über auf unseren samstäglichen Ausflug zum Markt in die Stadt (mit Stadt meint man in Luxemburg immer nur die Hauptstadt). Hier macht das Einkaufen noch Spass und ist er im Vergleich mit anderen Märkten im Ausland flächenmässig eher bescheiden, übertrifft er mit der Frische, Auswahl und Qualität jeden Supermarkt im Lande.

Letzte Woche entdeckte ich Bärlauch auf dem Markt und habe mir heute noch einmal Nachschub besorgt. Um ehrlich zu sein, ich habe noch nicht oft Bärlauch verarbeitet, obwohl ich den Geschmack sehr gerne mag.

Während einem Spaziergang durchs Netz, stolperte ich bei Robert von lamiacucina über sein Bärlauchpesto, das er letztes Frühjahr schon vorgestellt hat. Mir gefiel, dass das Pesto mit Mandeln zubereitet wird und ohne lange zu überlegen, machte ich mich ans Nachmachen.

Um es kurz zu machen: Das Pesto ist perfekt! Ein Genuss für Augen und Gaumen!

Ich habe Roberts Rezept quasi 1:1 übernommen. Lediglich waren bei mir die Mandeln schon geschält und das Salz habe ich um die Hälfte reduziert, da wir Pesto auch gerne mal als Brotaufstrich unter getrocknetem Schinken essen und es schnell zu salzig wird.

Bärlauchpesto passt, wie auch normales Pesto, klassisch zu Pasta und gegrilltem Fleisch, oder man kann es als Gewürzpaste zum Schluss ins Risotto rühren, zur Minestrone reichen, auf den Pizzaboden streichen und Salatsaucen damit aufpeppen.

Bärlauchpesto mit Mandeln

Zubereitung:

Die Mandeln kurz in einer Pfanne ohne Fett rösten. Abkühlen lassen.

Den Bärlauch waschen, trocknen und grob zerschneiden. Den Käse in Stücke schneiden.

Den Bärlauch und Käse zusammen mit den Mandeln im Zerkleinerer (Moulinette) impulsartig grob mixen. Öl, Zitronensaft und Salz hinzufügen und mixen bis eine homogene Masse entstanden ist. Mit Pfeffer abschmecken.

In ein passendes Schraubglas umfüllen. Mit etwas Olivenöl luftdicht überdeckt ist das Pesto mindestens 1 Monat gekühlt haltbar.

Zutaten:

  • 80 g Bärlauch
  • 130 – 140 ml sehr gutes Olivenöl
  • 100 g geschälte Mandeln
  • 1 Teelöffel Salz
  • 4 Esslöffel Zitronensaft (ca. von 1 Zitrone)
  • 50 g Pecorino oder Parmesan
  • frisch gemahlener Pfeffer

Quelle: lamiacucina

Info: Der Wochenmarkt findet jeden Mittwoch und Samstag auf der Place Guillaume II (Knuedler) von 7:30 bis 13:00 Uhr statt. Mittwochs und im Winter sind weniger Stände präsent. Vom 3. bis 5. Sonntag nach Ostern wird das “Märtchen” – ein kleiner Jahrmarkt anlässlich der Oktave (Pilgerfahrt zu Ehren Unserer Lieben Frau, der Schutzheiligen von Luxemburg) – auf dem Knuedler abgehalten und der Markt wandert während dieser Zeit auf das Glacis-Feld. Dieses Jahr betrifft dies die Märkte vom 21.04., 24.04., 28.04., 5.05. und 8.05.2010.

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Das ideale Gericht den neuen Schmortopf einzuweihen!

Seit Bestehen von paules ki(t)chen gibt es öfters Schmorgerichte. Als Kind gerne und oft gegessen, gerieten sie durch diverse Fleischskandale und meine vegetarischen Phasen in Vergessenheit. Wie so vieles hat sich das in den letzten Monaten geändert und der Schmortopf wurde wieder herausgekramt. Aber das stellte sich als grosses Problem dar, denn ich besass gar kein Schmortopf. Voller Vorfreude auf einen neuen Küchenhelfer, schaute ich mich in der Welt der Schmortöpfe um und verliebte mich sofort in die “Le Creuset” Produkte.

Ende letzter Woche kam der bestellte Schmortopf an und konnte folglich am Wochenende eingeweiht werden.

An dieser Stelle ein grosses Dankeschön an Steph aus dem Kleinen Kuriositätenladen, die mir ins Gewissen geredet hat, dass so ein Topf eine gebührliche Einweihung verdient.

Nach langem hin und her Überlegen und Diskutieren entschied ich mich für eine Daube de boeuf. Dieses französische Rinderschmorgericht war mir schon bei Aurélie aufgefallen und mir gefiel die Idee, damit einen aus Frankreich stammenden Schmortopf einzuweihen.

Prinzipiell habe ich mich an das Rezept von Aurélie gehalten, die Mengenverhältnisse sind etwas modifiziert und ich habe das Fleisch, wie sie es auch aus dem original Rezept her kennt, über Nacht mariniert.

Das Ergebnis hat mich absolut überzeugt. Der Topf hält was er verspricht und macht Lust auf mehr! Die Daube de boeuf à la provençale ist geschmacklich ein Erlebnis, das Fleisch butterzart und die Sauce herrlich aromatisch. Aber man kann es eigentlich nicht oft genug sagen: erstklassige Zutaten sind Voraussetzung für ein einwandfreies Resultat.

Daube de boeuf à la provençale

Zubereitung:
für 4 Personen

Am Vortag das Fleisch in etwas grössere Stücke (5 cm) schneiden oder vom Metzger vorbereiten lassen.

Für die Marinade die Zwiebel und Schalotte schälen und in feine Scheiben schneiden. Die Knoblauchzehen abziehen. Die Möhren ebenfalls schälen und in 1 cm lange Stücke schneiden.

Das Fleisch mit dem Gemüse, den Kräutern und Gewürzen in eine grosse Schüssel geben und mit dem Wein und Olivenöl übergiessen. Zugedeckt über Nacht in den Kühlschrank stellen.

Am folgenden Tag das Fleisch 1-2 Stunden vor der Zubereitung aus dem Kühlschrank nehmen, damit es vor dem Anbraten Raumtemperatur annehmen kann.

Die Fleischwürfel aus der Marinade fischen und mit einem Küchenpapier trocken tupfen. Die Marinade durch ein Sieb giessen, dabei die Flüssigkeit auffangen. Das Gemüse und die Kräuter der Marinade entsorgen.

Die Zwiebel und Schalotten schälen und fein hacken. Den Knoblauch abziehen und in dünne Scheiben schneiden. Die Möhren schälen und in 1-2 cm lange Stücke schneiden. Vom Speck die Schwarte abtrennen und den Rest in Stifte schneiden.

Das Öl in einem Schmortopf/Bräter – z.B. Le Creuset ;) – erhitzen und die Fleischwürfel rundherum anbraten. Den Speck hinzugeben und kurz mit anrösten. Das Mehl darüber streuen, gut umrühren und mit dem Wein von der Marinade aufgiessen. Leicht salzen und pfeffern. Das vorbereitete Gemüse, die Oliven, das Tomatenmark und die Kräuter hinzugeben. Umrühren, Deckel drauf und die Temperatur so einstellen, dass es nur leicht köchelt. Bei meinem Elektroherd war das auf Stufe 2,5 von 9.

Nach ungefähr 4 Stunden sollte das Fleisch butterzart und das Aroma überwältigend sein.

Puristen geniessen die Daube lediglich mit frischem Baguette, bei uns gab es noch einen Gurkensalat als Beilage.

Zutaten:

  • 1 kg Rindfleisch (z.B. Paleron aus der Schulter)
  • 200 g mild geräucherter Schweinespeck
  • 2 Esslöffel Mehl
  • 1 Zwiebel
  • 2 Schalotten
  • 8 Knoblauchzehen
  • 4 Möhren
  • 2 Esslöffel Tomatenmark
  • Salz, frisch gemahlener Pfeffer
  • 150 g schwarze Oliven, wenn möglich aus der Provence
  • 2 Lorbeerblätter
  • ein paar Zweige frischer Thymian

für die Marinade:

  • 1 Flasche (750 ml) guten Rotwein aus der Provence, z.B. Côtes du Rhône
  • 1 Zwiebel
  • 1 Schalotte
  • 4 Knoblauchzehen
  • 2 Möhren
  • 2 Lorbeerblätter
  • einige Stängel Petersilie
  • 1 Teelöffel Nelkenköpfe
  • 1 Teelöffel Pimentkörner
  • 2 Teelöffel Pfefferkörner
  • 2 Esslöffel Olivenöl

Inspirationsquelle: Aux délices d’Aurélie

Noch mehr Daube Rezepte:

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