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mit gegrillten Paprikastreifen und frischem Bärlauch

Orzo sind diese lustigen kleinen Nudeln die wie Reis aussehen. In Griechenland kennt man sie auch noch unter dem Namen Kritharaki und in Italien werden sie je nach Hersteller als Risoni, Risi oder Puntalette bezeichnet.

Ich kannte sie vom Sehen aus dem Supermarkt, hatte sie aber noch nie gekauft oder gar zubereitet. Dann fielen sie mir bei Steph im Kleinen Kuriositätenladen auf. Dort gab es sie als Salat und das dazugehörige Foto verführte wieder zum Nachmachen. Das Rezept stammt ursprünglich von bitchin’ camero. Ich inspirierte mich an beiden Quellen und gab noch ein wenig von mir hinzu.

Der Salat ist absolut empfehlenswert und die putzigen reisförmigen Nudeln wird es bei uns ab jetzt öfters geben.

Da ich mir dieses Gericht auch gut für ein Brunch-Buffet vorstellen kann, ist es somit auch mein Beitrag zum Jubiläums-Blog-Event (Thema Brunch).

Jubiläums-Blog-Event LVI - Brunch & Giveaway (Einsendeschluss 15. Mai 2010)

Zubereitung:

Die Nudeln in reichlich Salzwasser bissfest garen.

In der Zwischenzeit den Bärlauch fein schneiden und mit den restlichen Zutaten für die Salatsauce vermischen.

Die Kichererbsen durch ein Sieb giessen, abspülen und zur Sauce geben. Ebenso die in feine Streifen geschnittenen Spitzpaprika.

Die gegarten Nudeln in ein Sieb geben und kalt abschrecken. Alles zusammen gut vermischen und einige Stunden, am besten über Nacht, im Kühlschrank durchziehen lassen.

Vor dem Servieren gegebenenfalls noch einmal abschmecken.

Zutaten:

  • 2 Dosen à 400 g Kichererbsen
  • 250 g Orzo (reisförmige Nudeln)
  • 6 gelbe und rote Spitzpaprika, im Ofen gegrillt und anschliessend gehäutet

für die Salatsauce:

  • 2-3 Esslöffel gutes, natives Sonnenblumenöl (gibt ein nussiges Aroma)
  • 1-2 Esslöffel Rotweinessig
  • einige frische Bärlauchblätter, alternativ Basilikum oder Petersilie
  • 1 Teelöffel Piment d’Espelette, alternativ Paprikapulver
  • Salz und frisch gemahlener Pfeffer

Inspirationsquelle: “Kleiner Kuriositätenladen” und “bitchin’ camero”

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nach einem Rezept der Fachschule Richemont

Motiviert durch das positive Feedback letztes Mal, habe ich mir vorgenommen nun öfters meine Erfahrungen im Brotbacken mit euch zu teilen.

Das Weinbrot, welches ich bei Zorra fand und ursprünglich von der Fachschule Richemont stammt, ist geschmacklich das beste, was ich bis jetzt gebacken habe.

Es überrascht mich immer wieder wie vielfältig Brote sein können, obwohl die Hauptbestandteile nur Getreide, Wasser und Triebmittel sind. Beim Weinbrot, wie der Name schon andeutet, wird ein Teil Wasser durch Wein ersetzt, den man beim fertigen Brot allerdings nicht herausschmeckt.

Das Brot hat eine feine knusprige Kruste und eine feuchte, weiche, elastische Krume. Es schmeckt am besten am Backtag, ist aber – kann man auf die knusprige Kruste verzichten – auch am 2. und 3. Tag absolut noch geniessbar.

Wie Petra von Chili und Ciabatta schon beim Nachbacken festgestellt hat, kann es bei dem ansonsten recht unkomplizierten Rezept, Probleme bei der Formgebung geben. In der Tat sollte das Rollholz, oder ein ähnliches Utensil (ich habe eine leere, feste Papprolle zweckentfremdet), nicht zu dünn sein und nicht zu zaghaft in den Teigling gedrückt werden. Auch die Form, bzw. Grösse des Gärkörbchens scheint Einfluss zu haben. Das beste Ergebnis erzielte ich mit einem nicht zu kleinen und leicht abgeflachten Korb (bzw. Sieb, da ich kein Gärkörbchen besitze). Hierbei muss man einfach ein wenig experimentieren und wie Petra bereits schreibt, tut es dem Geschmack keinen Abbruch, wenn die Formgebung nicht perfekt wird.

Prinzipiell habe ich mich an Zorra’s Rezeptvorgabe gehalten, habe dabei lediglich ein wenig mit den Mehltypen gespielt und etwas Vollkornmehl mit hineingebracht.

Weinbrot
ergibt 1 Laib

Zubereitung:

Für den Vorteig die Hefe im Wasser auflösen, Salz und Mehl hinzufügen und zu einem Teig verkneten. Zugedeckt 2 Stunden bei Zimmertemperatur stehen lassen, dann über Nacht im Kühlschrank fermentieren lassen.

Am Backtag den Vorteig ca. eine Stunde vor der Weiterverarbeitung aus dem Kühlschrank nehmen, damit er etwas Temperatur annimmt. Die Hefe in etwas Wasser auflösen und zusammen mit den Mehlen und dem Wein in die Rührschüssel der Küchenmaschine geben. Den Vorteig mit dem restlichen Wasser verrühren und ebenfalls hinzufügen. Alles 4 Minuten auf Stufe 1,5 (von 4) verkneten. Dann das Salz hinzugeben und 6 Minuten auf Stufe 2 fertig kneten, bis ein glatter, elastischer Teig entstanden ist. Den Teig ca. 80 Minuten zugedeckt ruhen lassen. Dabei nach 35 Minuten einmal falten. Beim Falten zieht man den Teig vorsichtig auseinander und schlägt dann alle vier Seiten nacheinander zur Mitte hin zusammen.

Anschliessend den Teig leicht rund wirken und 30 Minuten in einem Gärkörbchen mit Naht nach oben zugedeckt gehen lassen.

Anstelle eines Gärkörbchen kann man ein grosses Sieb oder eine entsprechende Schüssel mit einem Tuch auskleiden und grosszügig mit Mehl bestäuben, bevor man den Teigling hinein gibt.

Teigling vorsichtig auf eine bemehlte Arbeitsfläche kippen und mit dem Rollholz über Kreuz eindrücken.

Den Teigling wieder mit Naht nach oben zurück ins Körbchen bugsieren und weitere 40 Minuten gehen lassen. Am besten mit der Fingerprobe testen: den Teigling mit dem Finger anstupsen, springt die Delle sofort elastisch zurück muss er noch gehen, füllt sich die Delle langsam und der Teig ist schön fluffig ist er gerade richtig.

Den Backofen mit dem Backblech rechtzeitig auf 230°C vorheizen. Den Teigling vorsichtig auf ein Backpapier kippen, dann das Papier auf das heisse Backblech schieben und in der unteren Hälfte des Backofens 20 Minuten backen. Dann die Ofentür einmal kurz öffnen um Dampf entweichen zu lassen, Temperatur auf 210°C herunterschalten und das Brot 10-15 Minuten fertig backen.

Auf einem Kuchengitter abkühlen lassen.

Zutaten für den Vorteig:

  • 60 g Weizenmehl Type 550
  • 40 g Wasser lauwarm (38°C)
  • 2 g Frischhefe (oder knapp 1/4 Teelöffel Trockenhefe)
  • 1 g Salz

für den endgültigen Teig:

  • 100 g Vollkornweizenmehl
  • 200 g Weizenmehl Type 550
  • 200 g Weizenmehl Type 1050
  • Vorteig
  • 185 g Wasser lauwarm (38°C)
  • 130 g Weisswein (man kann auch Sekt nehmen)
  • 10 g Frischhefe (oder 1 Teelöffel Trockenhefe)
  • 13 g Salz

Quelle: Weinbrot (1x umrühren bitte)

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Nachgekocht aus: So isst Italien, Ausgabe 02/2010

Auf unserem Markt gibt es zur Zeit herrliche Artischocken, da muss man einfach zugreifen.

Artischocken habe ich als Kind schon heiss und innig geliebt. Meine Mutter und Grossmutter haben sie regelmässig zubereitet, allerdings nur im Ganzen. Ich hatte einen Heidenspass dabei Blatt für Blatt abzureissen, in Sauce zu tunken, den essbaren Teil mit den Zähnen abzuziehen und mich so langsam aber sicher auf den besten Teil – das Herz – vorzuarbeiten.

Lange Zeit war mir nicht bewusst, dass man Artischocken auch in anderer Form geniessen kann, wie zum Beispiel als Suppe.

Das Rezept fiel mir in der Februar/März Nummer von “So isst Italien” auf, eine Zeitschrift, in der man wunderbare Inspirationen finden kann, deren Anweisungen aber manchmal fragwürdig sind. Im Rezept wurde weder bei den Zutaten noch bei der Zubereitung Salz erwähnt. Auch keine Brühe, nur Wasser. Ich gehe sehr sparsam mit Salz um, aber das wäre mir doch zu fade. Ich habe also anstelle des Wassers Brühe genommen und mit Salz, frisch gemahlenem Pfeffer und etwas Zitronensaft abgeschmeckt und so entstand letztendlich ein sehr schmackhaftes Süppchen, welches es definitiv noch öfters bei uns geben wird.

Zubereitung:
für 4 Personen

Zum Putzen der Artischocken eine grosse Schüssel mit Wasser füllen und den Saft einer halben Zitrone hinzufügen. Von den Artischocken die äusseren, harten Blätter abbrechen, bis die weichen, hellen Blätter erscheinen. Den Stiel bis auf 5 cm abschneiden und mit einem Sparschäler Stiel und Blütenansatz schälen. Gut ein Drittel oben von der Blüte abschneiden. Der Länge nach in zwei Teile schneiden und das Heu mit einem kleinen Kugelausstecher entfernen. Zwischendurch die Artischocke immer mal ins Zitronenwasser eintauchen und nach dem Putzen bis zur weiteren Verarbeitung ins Zitronenwasser legen, damit sie sich weniger braun verfärbt.

Die Frühlingszwiebeln putzen und in Scheiben schneiden. Den Knoblauch schälen und in feine Scheiben schneiden. Die Blättchen von den Thymianzweigen zupfen.

Die Hälfte des Öls bei mittlerer Temperatur in einem Topf erhitzen und die Zwiebeln, Knoblauch, Thymian und Lorbeerblatt darin anschwitzen ohne zu viel Farbe annehmen zu lassen.

Die geputzten Artischocken in Scheiben schneiden und hinzugeben. Unter Rühren ca. 5 Minuten dünsten, anschliessend die Brühe angiessen. Kurz aufkochen, dann leicht sprudelnd kochen lassen, bis die Artischocken weich sind.

Das Lorbeerblatt entfernen und mit einem Zauberstab die Suppe fein pürieren oder in einem Food Processor mixen. Dabei die Sahne und Butter hinzufügen. Durch ein grosses Sieb geben um eventuelle faserige Teile zu entfernen.

Die Suppe im Topf noch einmal kurz erwärmen, mit Salz, frisch gemahlenem Pfeffer und Zitronensaft abschmecken.

Mit etwas Öl und Thymianblättchen anrichten und geniessen!

Zutaten:

  • 12 frische, kleine Artischocken
  • 3 Frühlingszwiebeln
  • 3 Knoblauchzehen
  • 6 Thymianzweige
  • 1 Lorbeerblatt
  • ca. 1 Liter Gemüsebrühe (laut Original Rezept nur Wasser!!)
  • 50 ml gutes Olivenöl
  • 50 g Butter (ich habe 30 g genommen)
  • 50 ml Sahne
  • 1/2 Zitrone
  • (von mir, zum Abschmecken: Salz und frisch gemahlener Pfeffer und ein paar Zitronenspritzer)

Quelle: So isst Italien, Ausgabe 02/2010, S. 106

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