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Ein Löffel geht auf die Reise (Löffel-Blogevent)

Gestatten, mein Name ist “Läffelchen” auf Deutsch “Löffelchen”. Ich weiss, nicht sehr originell, war aber für meine neue, luxemburgische Familie sofort klar. So soll ich heissen und nicht anders.

Ein Löffel geht auf die Reise. Verrückt. Weltbekannt. Prominent.

Ein Foto-Wettbewerb-Blogevent – oder so – war der Grund wieso ich überhaupt nach Luxemburg geschickt wurde. Dort sollten diverse Shootings mit mir absolviert werden zum Thema “Verrückt”, “Weltbekannt” und “Prominent”. Als ich ankam, gab es weder ein genaues Konzept noch konkrete Vorstellungen. Nur wilde Ideen und hypothetische Spekulationen.

Ich, bzw. das Projekt wurde dann erst mal auf Eis gelegt. Abstand wurde benötigt, um die Köpfe frei zu bekommen. Als ich dachte, man hätte mich fast vergessen – dann wäre mir eine Rührend-im-Suppentopf-Zukunft doch noch lieber gewesen – wurde es wieder hektisch. Urlaub stand an. Es ging in den schönen Schwarzwald. Wald, Bäume, Holz, klingt doch gut, oder?! Dort finden sich sicher viele verrückte Situationen, weltbekannte Orte und prominente Päpste. Dachten meine Leute. Aber es kam anders.

Niemand hatte mit der tief in mir schlummernden Sehnsucht nach meinen hölzernen Wurzeln gerechnet. Am allerwenigsten ich selbst. Diese Holz-Omnipräsenz liess mein hölzernes Herz aufquellen und überquellen. Magisch zog es mich immer tiefer in den Wald und ich geriet zusehends in einen metaphysischen Strudel: “Wo komm’ ich her, wo geh’ ich hin?”.

Die verrückten, weltbekannten Orte konnten mir gestohlen bleiben, der prominente Papst sowieso. Meine Wurzeln waren mir wichtiger. Es ging von einem Wald zum anderen, kein Berg war zu hoch, keine Gefahr zu gross, jede Spur wurde verfolgt. Sogar die Weinreben wurden konsultiert.

Fazit: Viele Fragen blieben offen, aber meine neue Familie und ich haben uns köstlich amüsiert und sind gut erholt aus dem schönen Schwarzwald zurückgekehrt …

Auf der Suche nach meinen Wurzeln. Wo komm’ ich her, …

Ein Löffel geht auf die Reise

… wo geh’ ich hin? Gut, dass ich ein Kochlöffel bin!

Ein Löffel geht auf die Reise

Auf dem Belchen mit Blick auf den “weltbekannten” Feldberg:

Ein Löffel geht auf die Reise

Weder Mühen noch Gefahren gescheut:

Ein Löffel geht auf die Reise

 

Ein Löffel geht auf die Reise

 ”Prominente“ Gerichtseiche, allgemein bekannt in der Umgebung:

Ein Löffel geht auf die Reise

Verrückt” schöne Weinwelt:

Ein Löffel geht auf die Reise

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• Elsässer Krautkuchen

Sauerkrauttarte mit Munsterkäse

Elsässer Krautkuchen

Ich komme sofort zum Wesentlichen: diese Tarte ist sehr köstlich und auch Sauerkraut-Skeptiker lassen sich mit diesem Gericht überzeugen. Die leichte Säure, gemildert durch den Backprozess, harmoniert vorzüglich mit dem aromatischen Käse. Um ganz sicher zu gehen, dass es nicht zu sauer wird, kann man das Kraut auch vorher in einem Sieb unter fließendem Wasser kurz abspülen.

Wer kein Munsterkäse-Freund ist, sollte über seinen Schatten springen, beim Zubereiten die Nase zuhalten und ihn unbedingt ausprobieren, denn er gibt der Tarte mit seiner speziellen Würze den letzten Schliff, ohne aber aufdringlich zu sein. Dadurch vermisst man auch nicht, die oft zu Sauerkraut üblichen Speckstreifen.

Zum Teig seih noch gesagt, dass man die Tarte auch mit Mürbeteig zubereiten kann. Ich habe aber einen luftigen Hefeteig vorgezogen, da der Belag schon recht deftig ist. Nun, eigentlich ist es auch kein Hefeteig, sondern mein Standard-Teig-Rezept für Sauerteigpizza, hier in einer etwas dickeren Variante und mit Butter anstelle von Olivenöl.

Ich habe eine ∅ 27 cm Pieform verwendet, das wurde allerdings sehr knapp, also lieber eine ∅ 30 cm nehmen.

Elsässer Krautkuchen – Sauerkrauttarte mit Munsterkäse
für eine ∅ 30 cm Pie- oder Tarteform

Zubereitung:

Den Teig am Besten am Vortag zubereiten.

Dafür alle Zutaten bis auf Butter und Salz in die Rührschüssel der Küchenmaschine geben und auf kleiner Stufe 4 Minuten kneten, bis der Teig zusammenkommt.

Butter und Salz hinzugeben, eine Stufe erhöhen und 6 Minuten kneten, bis ein glatter, leicht feuchter Teig entsteht, der sich von den Wänden der Schüssel löst.

Die Innenwand einer Schüssel dünn mit Öl einreiben und den Teig hineingeben. 2 Stunden zugedeckt bei Raumtemperatur gehen lassen. Dabei nach 60 und 120 Minuten einen Faltvorgang machen. Anschliessend über Nacht zugedeckt kühl stellen oder gleich weiterverarbeiten.

Am Backtag den Teig aus dem Kühlschrank nehmen und beiseite stellen.

Für die Füllung Zwiebeln im Butterschmalz einige Minuten glasig andünsten ohne, dass sie Farbe annehmen. Gewürze hinzugeben und leicht salzen und pfeffern. Sauerkraut, falls nötig in einem Sieb unter fließendem Wasser kurz abspülen und ausdrücken. Zu den Zwiebeln geben. Riesling angießen und 10 Minuten mit halbgeschlossenem Deckel köcheln lassen, bis die Flüssigkeit gänzlich verdampft ist. Gelegentlich umrühren. Beiseite stellen und abkühlen lassen.

Backofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen.

Pie- oder Tarteform dick mit Butter einfetten. Teig mit mehlierten Händen kurz durchkneten und in die Form geben. Mit den Händen flach drücken und am Rand hochziehen.

Eier mit Sahne und Milch verquirlen. Bergkäse unterrühren. Falls nötig mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Sauerkrautmasse auf den Teigboden verteilen und mit dem Guss übergießen. Munsterkäse in dünne Scheiben schneiden und auf der Tarte verteilen.

40-45 Minuten lang backen bis die Oberfläche gebräunt und die Füllung gestockt ist. Aus dem Ofen nehmen, etwas abkühlen lassen und genießen.

Zutaten für den Teig:

  • 125 g aktiver Weizen-Sauerteigstarter (100% Hydration)
  • 100 g Wasser
  • 2 g Frischhefe
  • 100 g Dinkelvollkornmehl
  • 80 g Weizenmehl Type 550
  • 15 g flüssige Butter
  • 5 g Salz

für den Belag:

  • 1 Esslöffel Butterschmalz
  • 2 mittelgrosse Zwiebeln, geschält und fein gewürfelt
  • 2 Wacholderbeeren
  • 1 Lorbeerblatt
  • 1 Teelöffel ganzer Kümmel
  • Salz und frisch gemahlener Pfeffer
  • 500 g mildes Sauerkraut
  • 125 ml Riesling Wein
  • 4 Eier Größe M
  • 100 ml Sahne
  • 100 ml Vollmilch
  • 75 g geriebener Bergkäse
  • 100 g Munsterkäse

Inspirationsquelle: Wohnen & Garten, Ausgabe Oktober 2011

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Süsser Kürbisstrudel mit Filoteig

Es ist eines meiner Lieblingsrezepte von meiner serbischen Schwiegermama und nicht nur sehr lecker, sondern auch noch schnell zubereitet. So schnell, dass ich vergass die Zutaten abzuwiegen um sie hier genau wiedergeben zu können. Ihr müsst also ebenso wie ich, es Pi mal Daumen machen.

Der Strudel ist aussen herrlich knusprig und innen weich und süss. Er schmeckt warm und kalt. Durch seine ausgeprägte Süsse, ist der Butternut-Kürbis ideal für die Füllung.

Unbedingt ausprobieren!

Süsser Kürbisstrudel mit Filoteig
ergibt 3-4 Strudel

Zubereitung:

Pro Strudel je 4 Blätter Filoteig übereinanderlegen und dick mit geschmolzener Butter einpinseln.

2 Drittel der Teigfläche dünn mit gemahlenen Mandeln bestreuen. Kürbis – nicht zu dick – darauf verteilen. Seitenränder 3-4 cm aussparen. Zucker mit Gewürz vermischen und über die Füllung streuen.

Seitenränder einschlagen und zum freien Drittel hin aufrollen. Mit flüssiger Butter einpinseln und mit Zucker bestreuen.

Bei 180°C Ober-/Unterhitze ca. 40 Minuten goldbraun und knusprig backen.

Zutaten:

  • 1 Packung Filoteig
  • geschmolzene Butter
  • gemahlene Mandeln
  • Butternut-Kürbis, geschält und fein gehobelt
  • Rohrohrzucker
  • Sweet-Dreams Gewürzmischung, oder Zimt
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Selbstgemachtes Vanilleeis mit Tonkabohne

Gestern gab es Tarte Tatin mit Vanilleeis zum Dessert. Das perfekte Rezept für eine klassische Tarte Tatin habe ich noch nicht gefunden und vor allem muss ich üben Karamell herzustellen. Damit hatte ich noch immer Probleme und es wird nicht besser. Die Tarte war zwar lecker, aber es war keine typische Tarte Tatin, wie ich sie mir vorstelle.

Dafür war das Vanilleeis umso besser und geschmacklich meilenweit entfernt von fertig gekauftem Eis. Es hat ein wundervolles intensives, aber dennoch natürliches Vanillearoma und eine ebenso natürliche Farbe. Die Tonkabohne hält sich dezent im Hintergrund, verstärkt aber die Vanillenote.

Bei der Eisherstellung ist mir aufgefallen, dass Cremigkeit und Geschmeidigkeit nicht unbedingt davon abhängen ob man die Grundmasse mit oder ohne Eier zubereitet, sondern eher wie viel Luft beim Rühren entsteht. Also habe ich diesmal einen Teil der Sahne halbfest geschlagen und unter die Grundmasse gehoben unmittelbar bevor ich sie in die Eismaschine gab. Zufall oder nicht, das Eis wurde herrlich cremig und geschmeidig und lässt sich sofort aus dem Tiefkühler problemlos portionieren.

Selbstgemachtes Vanilleeis mit Tonkabohne

Selbstgemachtes Vanilleeis mit Tonkabohne
ergibt ca. 900 ml gefrorene Eismasse

Zubereitung:

Milch, die Hälfte der Sahne, Zucker, Salz, Tonkabohnen, ausgekratzte Vanilleschote und Mark in einem mittelgrossen Topf erhitzen. Beiseite stellen und zugedeckt 30 Minuten ziehen lassen.

Eier mit dem Handmixer auf höchster Stufe 2 Minute schaumig schlagen. Unter stetigem Rühren, die warme Milch-Sahne-Mischung inklusive Tonkabohne und Vanilleschote langsam in einem dünnen Strahl hinzugiessen.

Diese Masse zurück in den Topf geben. Mit einem hitzebeständigem Plastikschaber rühren und bei mittlerer Hitze erwärmen bis die Creme 77-79°C erreicht hat. Es darf auf keinen Fall kochen, sonst gerinnt die Eiermasse!

Vanille-Extrakt hinzugeben, durch ein Sieb giessen (Tonkabohnen abwaschen und trocknen lassen, man kann sie bis zu 7 Mal so verwenden) und zugedeckt 2-3 Stunden, oder über Nacht kalt stellen.

Restliche Sahne halbfest schlagen und unter die gekühlte Grundmasse heben. Eismasse in die vorbereitete Eismaschine geben und nach Anleitung des Herstellers fest werden lassen.

Eiscreme in einen passenden Behälter umfüllen und gegebenenfalls im Tiefkühler nachfrieren lassen.

Zutaten:

  • 250 ml Vollmilch
  • 500 ml Sahne
  • 130 g Rohrohrzucker
  • 1 Prise Salz
  • 2 Tonkabohnen
  • 1 Vanilleschote
  • 3 frische Eier Grösse L
  • wer mag: 1 Teelöffel selbstgemachtes Vanille-Extrakt
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