Feeds
Artikel
Kommentare

Schwarzbrot mit Sauerteig ohne Gehzeit

Eigentlich müsste es “Schnelles Schwarzbrot” heissen, aber diese Formulierung bringe ich einfach nicht über mein kleines Brotback-Herz. Auch wenn ich erst seit knapp 3 Jahren unser Brot selber backe, weiss ich doch, dass gutes Brot seine Zeit braucht.

Aber Zeit ist relativ und Ausnahmen bestätigen bekanntlich eh die Regel. Dieses Schwarzbrot ist in wenigen Minuten mühelos zusammengerührt, wird ohne Gehzeit in den kalten Ofen geschoben und bäckt dann gut 3 Stunden langsam vor sich hin. Somit wäre das “Schnelle” relativiert und wir sind wieder im Rennen ein gutes Brot zu erhalten.

Tatsächlich schmeckt dieses kräftige, körnige Schwarzbrot vorzüglich und wieder waren wir überrascht wie gross der geschmackliche Unterschied zu fertig gekauftem Brot sein kann.

Das Rezept, das ich nur leicht modifiziert habe, entdeckte ich bei Bettina von Gusto & Aroma. Wer lieber nur mit Hefe bäckt, findet bei ihr auch eine Variante ohne Sauerteig, nach einem Rezept, das ursprünglich von Christina (Feines Gemüse) stammt. Vielen Dank an Beide für diesen tollen Brotgenuss!

Schwarzbrot mit Sauerteig ohne Gehzeit

Schwarzbrot mit Sauerteig ohne Gehzeit
für eine 22-24 cm Kastenform

Zubereitung:

In einer grossen Schüssel Sauerteig, Gerstenmalzextrakt und Hefe mit Wasser verrühren. Restliche Zutaten hinzugeben und kurz mit einem Kochlöffel vermengen.

In eine mit Backpapier ausgelegte Kastenform (oder säureresistente Backform) schütten und glatt streichen. Oberfläche mit Haferflocken bestreuen. Mit Alufolie abdecken.

In den kalten Backofen geben. Auf 150°C Ober-/Unterhitze einstellen und 3 Stunden backen. 15 Minuten im abgeschalteten Backofen ruhen lassen. Anschliessend aus der Form nehmen und auf einem Kuchengitter abkühlen lassen.

Vor dem Anschneiden, wenn möglich 12-24 Stunden ruhen lassen.

Zutaten:

  • 100 g Sauerteig (100% Hydration), funktioniert auch mit aktivem Anstellgut
  • 2 Esslöffel (50 g) Gerstenmalzextrakt
  • 10 g frische Hefe
  • 300 g Wasser
  • 125 g Roggenschrot, mittelgrob gemahlen
  • 125 g grobe Haferflocken oder andere Getreideflocken nach Wahl, plus 1 Esslöffel zum Darüberstreuen
  • 150 g Weizenvollkornmehl
  • 50 g Dinkelvollkornmehl
  • 100 g Samenmischung z.B. Sesam, Leinsamen und Sonnenblumenkerne
  • 12 g Salz

Quelle: Gusto & Aroma

Print Friendly

Champagner Risotto mit Räucherlachs

Man kann nicht oft genug betonen wie wichtig die sorgfältige Auswahl guter Zutaten beim Kochen ist. Vor allem bei einfachen Gerichten, die mit wenigen Zutaten auskommen, beeinflusst deren Qualität im hohen Maß das Geschmackserlebnis.

Immer wieder bin ich überwältigt, wie lecker ein Risotto schmeckt, wenn man eine hervorragende Brühe nimmt, am besten natürlich selbst gemacht, und einen erstklassigen Parmesan. Beim Champagner Risotto spielt der Champagner natürlich auch eine große Rolle. Dabei muss es nicht unbedingt eine teure Edelmarke sein, gerade kleine Winzerbetriebe führen oft auch hervorragende Crémants. Am besten eine Trinkprobe machen und wenn man damit gerne an einem Feiertag anstoßen würde, ist er gerade gut genug fürs Risotto.

Geht man mit ähnlicher Sorgfalt an die Auswahl des Lachses heran, steht einem kulinarischen Hochgenuss nichts mehr im Wege.

Das Champagner Risotto kann ich mir auch sehr gut als Vorspeise für ein festliches Menü vorstellen oder hübsch angerichtet in einer Miniaturschüssel als Amuse Bouche.

Champagner Risotto mit Räucherlachs

Champagner Risotto mit Räucherlachs
für 2 Portionen als Hauptspeise

Zubereitung:

Lachs in schmale Streifen schneiden. Mit Zitronenabrieb und ein paar Spritzer Olivenöl vermischen. Beiseite stellen.

Gemüsebrühe erhitzen. Schalotten schälen und fein hacken.

Butterschmalz in einem schweren Topf erhitzen. Schalotten bei niedriger Temperatur unter Rühren glasig andünsten. Reis hinzufügen und rühren bis er vom Fett überzogen ist. Mit 100 ml Champagner ablöschen. Wenn die Flüssigkeit eingekocht ist, nach und nach die Brühe abwechselnd mit dem restlichen Champagner angiessen. Die Temperatur so einstellen, dass es ständig leicht köchelt.

Regelmässig rühren und die Flüssigkeit immer wieder einkochen lassen, bevor neue hinzugefügt wird, bis der Reis gar aber noch gut bissfest ist.

Parmesan und Butter unter das Risotto rühren. Von der Kochstelle nehmen und kurz ruhen lassen.

Alternativ kann man 100 ml Champagner zurückbehalten und kurz vorm Anrichten hinzugeben. Der Champagnergeschmack ist dann besonders intensiv.

Mit mariniertem Räucherlachs und Schnittlauch, bzw. dem Grüne einer Frühlingszwiebel anrichten.

Zutaten:

  • 100 g Bio-Räucherlachs
  • Abrieb von 1/2 Zitrone
  • Olivenöl
  • 700 ml selbst gemachte Gemüsebrühe
  • 2 kleine Schalotten
  • 1 Esslöffel Butterschmalz
  • 250 g Risottoreis
  • 300 ml Champagner
  • eine gute Handvoll frisch geriebener Parmesan
  • 1 Esslöffel Butter
  • Schnittlauch oder das Grüne einer Frühlingszwiebel, in Ringe geschnitten
Print Friendly

• Schoko-Minz-Grübchen

Schoko-Minz-Grübchen

Weiter geht es mit den kleinen, kulinarischen Verführungen. Wenn nicht jetzt mit ruhigem Gewissen genießen, wann dann!

Diese putzigen Plätzchen haben mich total begeistert. Nicht nur, dass sie himmlisch schmecken – ein wahrer Schokoladentraum – sie sind auch noch schnell und einfach zubereitet. Beim Backen verströmen sie einen unbeschreiblichen Schokoladenduft, der einem das Wasser im Munde zusammen laufen lässt. Auch ohne Füllung sind sie schon ein Genuss: außen leicht knusprig und innen ähnlich wie Brownies, weich und saftig. Und nicht vergessen: je hochwertiger die Schokolade, desto grösser die Sinnesfreude!

Die Pfefferminz-Ganache ist sicher nicht jedermanns Sache, lässt sich aber nach Lust und Laune variieren. Hierfür in der Sahne Gewürze nach Wahl, wie Vanille, Tonkabohne, Zimt, Kardamom, Sternanis, Ingwer, Piment, Chili, Kaffeebohnen usw. usf. mitkochen und etwas ziehen lassen.

Wer es fruchtiger mag, füllt die Vertiefungen mit seiner Lieblingsmarmelade oder Gelee.

Schoko-Minz-Grübchen

Schoko-Minz-Grübchen
ergibt zwei volle Backbleche

Zubereitung:

Mehl, Kakaopulver und Salz in einer kleinen Schüssel vermischen.

Butter und Zucker mit der Küchenmaschine auf höchste Stufe 3 Minuten hell und luftig schlagen. Ei und Vanille-Extrakt unterrühren. Auf kleinster Stufe die Mehl-Kakaomischung unterheben. Nicht zu lange rühren.

Backofen auf 155°C Umluft vorheizen.

Den Teig auf die Arbeitsfläche geben und mit dem Teigspachtel grob einen länglichen Strang formen. 15-20 g schwere Stücke abtrennen, mit den Händen zügig zu Kugeln formen und im Zucker wälzen. Mit etwas Abstand auf 2 mit Backpapier belegte Backbleche oder Roste setzen.

In den vorgeheizten Backofen geben und 5 Minuten backen. Herausnehmen und mit einem kleinen Kugelausstecher, Messlöffel oder Holzstiel Vertiefungen in die Kekse drücken.

Zurück in den Backofen schieben und weitere 7 Minuten backen. Die Backzeit bezieht sich auf 20 g schwere Teigstückchen. Bei kleineren Plätzchen die Backzeit gegebenenfalls reduzieren. Auf jeden Fall nicht zu lange backen, auf Fingerdruck sollten die Kekse sich trocken aber noch weich anfühlen.

Herausnehmen und vollständig auf einem Kuchengitter abkühlen lassen.

Für die Füllung Schokolade sehr fein hacken. Sahne zum Kochen bringen, vom Herd nehmen, Schokolade unterrühren und schmelzen lassen. Kalte Butter in Stückchen hinzufügen, sowie einige Tropfen Pfefferminzöl nach Gusto. Kräftig rühren bis eine glänzende, homogene Masse entstanden ist. Die Ganache einige Minuten weiter abkühlen lassen. Dadurch dickt sie leicht an und lässt sich besser weiterverarbeiten.

Die Ganache in eine Dosierflasche oder Spritzbeutel füllen und in die Vertiefungen spritzen. Je nach Konsistenz die Löcher nicht sofort vollspritzen, sondern in 2-3 Etappen arbeiten, damit die Füllung nicht rausläuft.

An einem kühlen Ort fest werden lassen. Anschließend verschlossen in Dosen kühl aufbewahren und alsbald verbrauchen.

Zutaten für den Teig:

  • 260 g Weizenmehl Type 550
  • 80 g Kakaopulver z.B. Valrhona
  • 1/4 Teelöffel feines Salz
  • 225 g weiche Butter
  • 160 g Rohrohrzucker
  • 1Ei
  • 1 Esslöffel selbstgemachtes Vanille-Extrakt
  • 80 g Rohrohrzucker zum Wälzen

für die Ganache:

  • 140 dunkle Schokolade z.B. Valrhona
  • 70 g Sahne
  • 30 g kalte Butter
  • ein paar Tropfen zum Verzehr geeignetes, ätherisches Pfefferminzöl

Modifiziert nach einem Rezept von Martha Stewart: “Chocolate-Peppermint Thumbprints” aus “Everyday Food” December 2011 (iPad Ausgabe)

Print Friendly

Schokoladen-Maronen-Tarte mit Tonkabohne

Da es hier keine Plätzchen zum ersten Advent gab, möchte ich euch nachträglich mit dieser festlichen Tarte verführen, die ich mir wunderbar als weihnachtliches Dessert vorstellen kann. Außerdem lässt sie sich gut vorbereiten, den Teigboden kann man sogar einige Tage im Voraus blindbacken. Am besten schmeckt sie, wenn sie nach der Fertigstellung noch 24 Stunden ruhen kann. So kommen die Aromen besser zur Geltung.

Da man die Maronen-Creme nur sehr vage herausschmeckte, fand ich die Mengenangabe im Nachhinein mit 200 g etwas knapp berechnet und ich würde auf jeden Fall 300 g empfehlen.

Ansonsten ein einfaches, aber wunderbares Rezept. Eine Tarte, vor allem für besondere Anlässe, deren Füllung sicher auch mit einem Schuss gutem Whisky hervorragend schmecken würde.

Die Idee dafür fand ich in der Weihnachtsausgabe der französischen Saveurs vom letzten Jahr und den Sandteig habe ich bei Steph im KuLa abgeguckt. Vom Teig blieb gut 1/4 übrig, aus dem ich kurzerhand Plätzchen ausgestochen habe, die man zusammen mit dem Tarteboden backen kann.

Maronen-Creme lässt sich übrigens, wie Aurélie zeigt, ganz einfach selber herstellen. Auch die Marrons glacés kann man selber machen, wenn auch zeitaufwändiger und komplizierter als die Creme. Rezepte dazu findet man jede Menge im Netz. Ich habe sie allerdings fertig gekauft und zwar in einem Pralinenladen.

Schokoladen-Maronen-Tarte mit Tonkabohne

Schokoladen-Maronen-Tarte mit Tonkabohne
für eine ∅ 25 cm Tarteform

Zubereitung:

Alle Zutaten für den Teig zügig mit den Knethaken des Handmixers zusammen führen. Mit der Hand rasch zu einer Kugel formen, dann platt zu einer dicken Scheibe drücken – so lässt er sich später besser ausrollen – und mindestens 1-2 Stunden oder besser über Nacht in den Kühlschrank geben.

Am Backtag den Teig eine halbe Stunde Raumtemperatur annehmen lassen. Auf einer gut bemehlten Arbeitsfläche dünn ausrollen und anschliessend eine gefettete und mit Mehl bestäubte Tarteform damit auskleiden. Überschüssigen Teig entfernen und anderweitig verarbeiten, z.B. für Kekse. Den Boden mehrmals mit einer Gabel einstechen und erneut für 30 Minuten in den Kühlschrank stellen.

Backofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Ein Stück Backpapier auf den gekühlten Teigboden legen und Hülsenfrüchte draufgeben. Während 20 Minuten blindbacken. Auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen lassen.

Für die Füllung Schokolade klein hacken. Sahne zum Kochen bringen, von der Kochplatte nehmen und sofort gehackte Schokolade unterrühren. Schmelzen lassen. Salz und Tonkabohne hinzugeben. Butter hinzufügen und gut verrühren bis eine glänzende, homogene Masse entstanden ist.

Den vorgebackenen Boden gleichmässig mit Crème de Marrons bestreichen. Darauf die Schokoladenmasse geben. Marrons glacés grob hacken und darüber verteilen. Baisers zerkrümeln und über die Oberfläche streuen.

Mindestens 2 Stunden, besser über Nacht, an einem kaltem, trockenen Ort ruhen lassen. In kleine Stücke geschnitten genießen.

Zutaten für den Sandteig:

  • 250 g Weizenmehl Type 405 (oder 200 g Weizenmehl Type 550 + 50 g Speisestärke)
  • 125 g weiche Butter
  • 125 Puderzucker aus Rohrohrzucker
  • 1 Ei Größe M

für die Füllung:

  • 200-300 g Crème de Marrons (Maronen-Creme, Kastanienmus)
  • 200 ml (170 g) Sahne
  • 180 g dunkle Schokolade, z.B. Valrhona
  • 70 g kalte Butter in Würfel geschnitten
  • 1 Prise Salz
  • 1/2 geriebene Tonkabohne
  • 100 g Marrons glacés (in Sirup kandierte Maronen)
  • ein paar Baisers

Inspirationsquelle: Saveurs – Le magazine de l’art de vivre gourmand / Spécial fêtes 2010
Sandteig: Kleiner Kuriositätenladen

Print Friendly

Blog Top Liste - by TopBlogs.de Genussblogs.net - Alle Genussblogs auf einen Blick foodfeed - Ernährung Blogverzeichnis - Blog Verzeichnis bloggerei.de http://www.wikio.de Küchenblogs