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Einfaches Weizenbrot mit Weizen-Sauerteig und Vorteig

Eine Freundin hat mich neulich gefragt, wieso ich so wenige Brotrezepte poste, wo ich doch schon seit einigen Jahren nur noch selbst backe. Ich gelobe Besserung und fange sofort damit an.

Folgendes ist zur Zeit unser Alltags-Brot. Es hat einen milden Geschmack und passt zu herzhaftem Belag genauso gut wie zu süßem. Die Krume ist weich und saftig, die Kruste fein und kross. Das Rezept habe ich von Marla aus dem Sauerteigforum abgespickt und modifiziert. Im Forum findet man auch noch jede Menge Erläuterungen und Abwandlungen zum Rezept. Auch Eva hat vor Kurzem begeistert nachgebacken.

Einen weiteren Vorteil hat dieses Rezept, da es sich ohne großen Aufwand an einem normalen Arbeitstag realisieren lässt. Morgens bevor ich zur Arbeit gehe, rühre ich schnell Sauerteig und Vorteig an, das dauert noch nicht mal 5 Minuten. Abends, wenn ich nach Hause komme, schaffe ich locker die rasche und unkomplizierte Fertigstellung vorm Schlafengehen. Also kein Grund mehr sich vorm Brotbacken zu drücken!

Einfaches Weizenbrot mit Weizen-Sauerteig und Vorteig

Einfaches Weizenbrot mit Weizen-Sauerteig und Vorteig

ergibt ein mittelgrosses Brot

Zubereitung:

Alle Zutaten für den Sauerteig verrühren und zugedeckt an einem warmen Ort (26°C) 12-15 Stunden reifen lassen. Zu dieser kalten Jahreszeit stelle ich die Schüssel in den Backofen, den ich vorher 5 Minuten bei 50° Umluft vorgeheizt und anschliessend abgeschaltet habe.

Die Zutaten für den Vorteig ebenfalls verrühren und 12-15 Stunden bei nicht zu warmer Raumtemperatur zugedeckt stehen lassen.

Für den Hauptteig alle Zutaten bis auf Salz und Öl in die Rührschüssel der Küchenmaschine geben und 4 Minuten auf Stufe 1,5 (von 4) kneten. Salz und Öl hinzufügen und 8 Minuten auf Stufe 2 fertigkneten. Zugedeckt 20 Minuten ruhen lassen.

Den Teig anschliessend auf eine leicht bemehlte Arbeitsplatte geben, rund wirken und mit dem Schluss nach unten – damit es beim Backen rustikal aufspringt – in ein Gärkörbchen (Grösse: 1 kg) geben. Zugedeckt an einem warmen Ort 60-70 Minuten gehen lassen.

Backofen mit Backblech rechtzeitig auf 250°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Den Teigling vorsichtig auf das heisse Backblech stürzen, in den Ofen schieben und kräftig schwaden.

Nach 15 Minuten die Ofentür kurz öffnen um die Feuchtigkeit entweichen zu lassen und die Temperatur auf 210°C reduzieren. Nach 20 Minuten die Temperatur noch einmal auf 180°C reduzieren und während knapp 20 Minuten fertig backen.

Aus dem Ofen nehmen, in ein Küchentuch einwickeln und auskühlen lassen.

Zutaten für den Sauerteig:

  • 140 g Weizenmehl Type 1050
  • 125 g Wasser lauwarm
  • ca. 25 g Anstellgut

für den Vorteig:

  • 100 g Weizenmehl Type 1050
  • 90 g Wasser lauwarm
  • 1 g (ein Krümmel) frische Hefe

für den Hauptteig:

  • Sauerteig
  • Vorteig
  • 260 g Weizenmehl Type 1050
  • 100 g Weizenmehl Type 550
  • 100 g Weizen, mittelgrob geschrotet
  • 220 g Wasser, lauwarm (od. Buttermilch)
  • 10 g Gerstenmalzextrakt oder Honig
  • 3 g frische Hefe
  • 14 g Salz
  • 10 g Öl
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• Zupf-Schuedi

Schuedi nach “Pull-Apart-Bread”-Art

Zupf-Schuedi

Nach der Pflicht kommt nun die Kür. Nachdem ich euch den Mirabellen-Schuedi mit Mohnbutter und den herbstlichen Schuedi mit Quittenmus vorgestellt habe, die optisch noch als Schuedi erkennbar sind, kommt jetzt die Freestyle Version.

Inspiriert habe ich mich am amerikanischen Pull-Apart-Bread, welches auch schon von Christina von “New Kitch on the Blog” entdeckt und nachgemacht wurde.

Zupf-Schuedi

Weich, saftig, buttrig, zuckrig, karamellig … Was soll ich sagen? Es gibt Gerichte die schmecken traumhaft göttlich, andere hauen einen glatt um. Dieser Zupf-Schuedi setzt noch einen drauf. Er ist die pure Verführung, teuflisch lecker und man zupft und zupft und zupft …, bis nichts mehr da ist. Wer ihn nicht nachmacht ist selber Schuld ;-)

Zupf-Schuedi

Zupf-Schuedi
für eine 22-24 cm Kastenform

Zubereitung:

Hefe in 3 Esslöffel Milch auflösen und beiseite stellen.

Restliche Milch, Butter und Zucker erhitzen, bis die Butter geschmolzen ist. Auf mindestens 38°C abkühlen lassen, sonst sterben die Hefekulturen ab. Ei unterschlagen.

Mehl in die Rührschüssel der Küchenmaschine geben. Milchmischung und aufgelöste Hefe hinzufügen. Alles 4 Minuten auf Stufe 1 (von 4) kneten. Salz hinzugeben und auf Stufe 2 weitere 8 Minuten kneten. Zugedeckt an einem warmen Ort 40 Minuten ruhen lassen.

Backform einfetten und mit Mehl bestäuben.

Den Teig kurz entgasen, rund formen und 10 Minuten entspannen lassen.

Auf einer bemehlten Arbeitsfläche dünn zu einem 30 x 50 cm Rechteck ausrollen. Mit Butter bestreichen bzw. einpinseln. Zucker und Gewürzmischung vermischen und bis auf einen Esslöffel gleichmäßig darüber streuen. Den Teig entlang der schmalen Seite parallel in 6 gleichmäßig breite Streifen schneiden. Vorsichtig aufeinanderlegen. Diesen langen Stapel in 6 gleich grosse Häufchen schneiden. Diese parallel hochkant in die Kastenform schichten. Mit dem Pinsel, an dem noch etwas Butter haftet über die Oberfläche streichen und restliche Zuckermischung darüber streuen.

Zugedeckt an einem warmen Ort 45-60 Minuten gehen lassen, bis der Teig die Form gut ausfüllt.

Backofen rechtzeitig auf 175°C Ober-/Unterhitze vorheizen und 30-35 Minuten backen. Falls nötig mit Alufolie abdecken, damit die Oberfläche nicht zu dunkel wird. 10 Minuten in der Form ruhen lassen, dann entnehmen und auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.

Bleibt mindestens 2-3 Tage saftig. Die Oberfläche ist frisch aber am knusprigsten.

Zupf-Schuedi

Zutaten für den Teig:

  • 350 g Mehl Type 550
  • 160 g Milch
  • 20 g Frischhefe
  • 50 g Butter
  • 30 g Rohrohrzucker
  • 1 Ei
  • 1 Teelöffel Salz

für die Füllung:

  • 70 g sehr weiche Butter
  • 80 g Rohrohrzucker, noch besser: Muscovado Zucker (brauner, leicht feuchter Rohrzucker)
  • 2 Teelöffel Sweet Dreams Gewürzmischung
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• Stärzelen

Buchweizen Knödel luxemburger Art

Stärzelen

Ich wurde in eine Familie hineingeboren, die eher auf Kniddelen stand als auf Stärzelen. Eigentlich kann ich mich überhaupt nicht erinnern, sie jemals gegessen zu haben. Obwohl meine Mutter kürzlich meinte, dass Oma sie natürlich gekocht, aber keiner sie wirklich gerne gegessen hätte. Muss ich wohl zu Gunsten schöner Kindheitserinnerungen verdrängt haben. Meine Schwester konnte sich auch nicht daran erinnern.

Wie dem auch sei, mich reizten sie jetzt zum Nachmachen. Stärzelen sind eine Art Knödel, die lediglich aus Buchweizenmehl, Wasser und Salz bestehen. Daraus wird zuerst eine feste Masse gekocht, von der anschließend mit einem Löffel Nocken abgestochen werden. Angerichtet wird mit Milch oder Sahne und Speck.

Stärzelen standen besonders im Ösling oft auf dem Tisch, da Buchweizen hervorragend auf den kargen Böden im Norden des Landes gedieh und dementsprechend häufig angebaut wurde. In der Zwischenzeit versucht man die in Vergessenheit geratene Pflanze wieder vermehrt anzubauen und deren Erzeugnisse zu vermarkten.

Heidekorn, wie Buchweizen auch bezeichnet wird ist glutenfrei und daher auch bei Zöliakie geeignet. Auf Luxemburgisch heißt er Wëllkaar.

Und wie haben uns die Stärzelen geschmeckt? Erstaunlich lecker, vor allem wenn man die überschaubare Zutatenliste bedenkt. Wie bei den Kniddelen, konnte ich auch hier nicht auf mein heißgeliebtes Apfelmus verzichten. Reste lassen sich problemlos aufwärmen. Entweder im Ganzen oder man schneidet die Nocken in Scheiben und brät sie in einer Pfanne.

Stärzelen – Buchweizen Knödel luxemburger Art
für 5-6 Personen

Zubereitung:

Speck in Streifen schneiden und in einer Pfanne knusprig braten. Zum Schluss Butter hinzufügen. Beiseite stellen.

Wasser zum Kochen bringen. Salz hinzufügen. Unter Rühren Mehl hineinrieseln lassen. Kräftig weiter rühren bis der Teig zusammen klumpt. Schafft man das nicht mehr von Hand, kann man auch einige Sekunden mit den Knethacken des Handmixers durchgehen. Von der Kochplatte ziehen.

Ein Löffel in die Pfanne mit dem Speck tauchen und nicht zu grosse Nocken abstechen. In eine vorgewärmte Schüssel geben.

Milch und Sahne erhitzen und darüber giessen. Speck darauf verteilen. Wer mag gibt noch frisch gemahlenen Pfeffer darüber.

Zutaten:

  • 100 g durchwachsener Speck
  • 1 Esslöffel Butter
  • 500 g Buchweizenmehl
  • 1 Liter Wasser
  • 20 g (1 gehäufter Esslöffel) grobes Salz
  • 100 ml Milch
  • 150 ml Sahne
  • wer mag: frisch gemahlener Pfeffer
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Kürbis-Erdnusscreme-Kuchen

Pumpkin Peanut Butter Blondies

Die Blondies sollten als Nervennahrung dienen, jedoch raubten sie mir meinen letzten Nerv. Das fing schon bei der Vorbereitung an. Da ich mir aus mehreren amerikanischen Rezeptvorlagen ein eigenes zusammen gestellt habe, hat mich das leidige Cup-Umrechnen und Vergleichen bereits zur schieren Verzweiflung gebracht.

Bei der Zubereitung, die gut von der Hand ging, kam kurzfristig Freude auf, die jäh wieder zerstört wurde, da das Fotografieren einfach nicht nach meinen Vorstellungen klappte. Zu guter Letzt war ich auch noch vom ersten Geschmackstest enttäuscht. Und dafür den ganzen Aufwand! Frustriert über meinen erfolglosen freien Vormittag, machte ich mich auf den Weg zur Arbeit.

Ein paar Stunden später, war ich dann doch sehr überrascht, dass die Blondies gar nicht so schlecht waren. Dies bestätigte mir abends auch Aleksandar. Meine Nachbarin fand sie sogar extrem lecker. Am folgenden Tag offenbarten sie ihr gesamtes Geschmacks-Potential und plötzlich fand ich auch die Fotos erträglich.

Pumpkin Peanut Butter Blondies

Fazit: die Blondies unbedingt im Voraus zubereiten, dann klappt es auch mit der Nervennahrung. Sie entwickeln erst 1-2 Tage später ihr volles Aroma und vor allem eine schöne brownie-artige Konsistenz.

Ein Teil der gehackte Schokolade kommt sofort nach dem Backen auf den Kuchen, schmilzt zuerst und wird anschließend wieder fest. Dadurch bekommen die Blondies einen schönen, knackigen Biss, den ich hier nicht missen möchte. Findet man keine Peanut Butter Chips kann man sie durch gehackte weisse Schokolade o.ä. ersetzen.

Und währenddem ich das hier zusammenfasse, kommt mir der Gedanke, dass diese Blondies hervorragend geeignet sind Alice’s Geburtstagsparty zu retten.

Pumpkin Peanut Butter Blondies

Pumpkin Peanut Butter Blondies
für eine 30×23 cm Backform

Zubereitung:

Backofen auf 175°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Eine rechteckige Backform mit Backpapier auskleiden, oder einfetten und mit Mehl bestäuben.

Mehl, Natron und Gewürze in einer kleinen Schüssel vermischen.

Butter, Erdnusscreme und beide Zuckersorten mit der Küchenmaschine während 2 Minuten hell cremig schlagen. Ei und Vanille-Extrakt unterrühren. Kürbispüree hinzufügen.

Mit einem Teigschaber Mehlmischung unterheben. Zum Schluss Peanut Butter Chips und grob gehackte Schokolade unterrühren.

Gleichmäßig in die vorbereitete Backform verstreichen und 30 Minuten backen. Unbedingt Stäbchenprobe machen. Es sollten einige Krümel dran haften bleiben, aber kein feuchter Teig. Aus dem Ofen nehmen und sofort die mittelfein gehackte Schokolade darüber verteilen. In der Form auskühlen lassen. Mindestens einen Tag zugedeckt ruhen lassen. Anschließend in Quadrate schneiden und genießen.

Zutaten:

  • 240 g Weizenmehl Type 550
  • 1 Teelöffel Backnatron
  • 2 Teelöffel Sweet-Dreams Gewürzmischung
  • 1/2 Teelöffel Salz
  • 125 g weiche Butter
  • 100 g grobe Erdnusscreme (crunchy), Raumtemperatur
  • 100 g Muscovado Zucker (brauner, leicht feuchter Rohrzucker)
  • 60 g Rohrohrzucker
  • 1 Ei
  • 2 Teelöffel selbstgemachtes Vanille-Extrakt
  • 225 g Kürbispüree, Raumtemperatur (zubereitet wie beim Kürbiseis)
  • 170 g Peanut Butter Chips
  • 120 g dunkle Schokolade, grob gehackt
  • 80 g dunkle Schokolade, mittelfein gehackt
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