• Dacquoise au café nach Pierre Hermé
13. Juni 2010 von paules
Zum Muttertag in Luxemburg
“Meine Mama ist die Beste!” Das behaupten wahrscheinlich die Meisten von ihrer Mutter, aber meine ist es wirklich.
Je älter ich werde, umso mehr wird mir bewusst, was ich ihr alles zu verdanken habe. Stets sorgte sie dafür, dass es mir nie an Liebe, Zuneigung und Sicherheit fehlte. Sie ist das Netz unter uns, das uns auffängt, sollten wir fallen.
Léif Mamm, dofir a vir all di aner Saache wëll ech dir op dësem Wee e grousse Merci soen. Du bass ons Allerbescht!
Zur Feier des Tages, wollte ich meine Mama mit ihrem Lieblingskuchen überraschen. Seit ich denken kann schwärmt sie von Dacquoise, obwohl es bei uns zuhause nie solches Gebäck gab, zumindest kann ich mich nicht daran erinnern.
Dacquoise ist eine französische Kuchen-Spezialität, bestehend aus Eiweiss-Mandel-Teigplatten und eine Crème-Füllung dazwischen. Die Mandeln können teilweise durch Haselnüsse, Kokosnussraspeln oder Pistazien ersetzt werden.
Um beim Kochen der Crème die Gefahr der Eigelbgerinnung zu mindern, habe ich ein klein wenig Maisstärke hinzugefügt.
Fazit: Geschmacklich ist die Dacquoise der Knüller, aber die Zubereitung hat mich fast zum Heulen gebracht. Die Baisermasse wurde, obwohl ich den Hinweis beachtete und den Zucker in 3 Etappen hinzufügte leicht krisselig und verlor beim Unterheben der Mandelmischung sehr an Volumen. Deswegen auch die reduzierte Backzeit. Beim nächsten Mal würde ich weniger Puderzucker zu den Mandeln geben, dafür mehr Zucker beim Eischneeschlagen verwenden.
Damit nicht genug, wurde die Crème beim Abkühlen einfach nicht fest und lief bei der Zusammenstellung förmlich davon. Ich hatte schon Bedenken, als ich las, dass Hermé eine Crème Anglaise als Basis macht und keine Crème Pâtissière, die wesentlich dicker ist. Keine Ahnung, ob es an mir lag (zu kurz erhitzt??) oder am Rezept, aber der Kuchen entsprach optisch so gar nicht meiner Vorstellung. Beim Anschneiden war die Crème dann durch die zusätzliche Kühlzeit nicht ganz so unansehlich wie befürchtet. Nichtsdestotrotz ist der Geschmack einwandfrei und ich werde (irgendwann) einen weiteren Versuch starten, dann mit einer Crème Pâtissière.
Dacquoise au café
Zubereitung Teig:
Um feines Mandelmehl zu erhalten, Puderzucker und Mandeln in einer Moulinette mit kurzen Impulsen fein mahlen und durch ein Sieb geben.
Eiweiss mit dem Mixer fest schlagen, dabei den Zucker in drei Etappen hinzufügen und weiterschlagen bis eine feste, homogene und glänzende Baiser-Masse entstanden ist.
Die Mandel-Puderzuckermischung löffelweise mit einem Teigspachtel vorsichtig unterheben.
Den Backofen auf 170°C Ober-/Unterhitze vorheizen.
Auf einem transparenten Stück Backpapier zwei Kreise von 22 cm aufzeichnen, das Blatt umdrehen und die Kreise von der Mitte her mit Hilfe eines Spritzbeutels mit dem Teig auffüllen.
20-25 Minuten backen (original: 35 Minuten) und auf einem Kuchengitter abkühlen lassen.
Kaffee-Crème:
Die Milch mit dem Bohnenkaffee in einem Topf aufkochen, zur Seite stellen, 30 Minuten ziehen lassen und durch ein Tuch filtrieren.
In einer Schüssel die Eigelbe, Maisstärke und den Zucker mit dem Mixer 3 Minuten lang cremig aufschlagen. Die aromatisierte Milch in einem dünnen Strahl hinzugiessen, währenddessen stets weiter rühren.
Anschliessend das Ganze zurück in den Topf geben und bei mittlerer Hitze und stetigem Rühren mit einem Holzlöffel zu einer Crème eindicken. Die Masse sollte nicht kochen.
Den Topf in eine Schüssel mit Eiswasser stellen und auf 50°C herunterkühlen lassen. Dann die Butter hineingeben und unter Rühren schmelzen lassen. Das Ganze weiter abkühlen lassen.
Die Sahne steif schlagen und vorsichtig unter die abgekühlte Crème heben.
Fertigstellung:
Die Crème auf einen Teigkreis verteilen und den zweiten darauf setzen und leicht festdrücken.
Die Mandelblättchen obendrauf verteilen und mit Puderzucker bestäuben.
Kalt servieren.
Zutaten für den Teig:
- 130 g Puderzucker (original 150 g)
- 135 g gemahlene Mandeln
- 5 Eiweiss
- 50 g Rohrohrzucker
für die Kaffee-Crème:
- 300 ml frische Vollmilch
- 10 g gemahlener Bohnenkaffee
- 4 Eigelb
- 75 g Rohrohrzucker
- 10 g Maisstärke (original: ohne)
- 30 g zimmerwarme Butter
- 75 g Sahne zum Schlagen
für die Fertigstellung:
- Mandelblättchen, in einer Pfanne ohne Fett leicht geröstet
- Puderzucker zum Bestäuben









• Mini Panettone mit Cranberries und Pistazien zum 3. Advent






