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Blätterteigpastete mit weissem Hähnchen-Ragout

Paschteit

Ein Klassiker aus der luxemburgischen Küche mit Kindheitserinnerung.

Wie so oft hat Aurélie von “Aux délices d’Aurélie” mich inspiriert und ihr Beitrag mich auf die Idee gebracht wieder ein typisch luxemburgisches Gericht zu posten.

“Paschtéit” wie es in der Landessprache genannt wird, heisst übersetzt “Pastete” und wird in Luxemburg auch als “Bouchée à la Reine” oder “Vol au vent” bezeichnet. Auf Deutsch wird es mit “Königinpastete” übersetzt.

Das Gericht ist in Luxemburg sehr verbreitet, man findet es praktisch in jedem Restaurant, meistens mit Pommes und Salat als Beilage, oder auch als Fertiggericht beim Metzger und Feinkosthändler. Die Qualität ist aber nicht immer zufriedenstellend.

Bei uns zuhause war “Paschtéit” der Vorspeisen-Klassiker an Festtagen oder zu besonderen Anlässen.

Wie so oft gibt es auch bei diesem Gericht unterschiedliche Zubereitungsmöglichkeiten, nicht nur länderspezifisch, sondern auch innerhalb einer Region, so auch in Luxemburg. Ich möchte hier ein Rezept vorstellen, wie es schon meine Mutter und Grossmutter gekocht hat und ich es auch in anderen Familien kennengelernt habe. Das heisst ich benutze für die Füllung ausschliesslich Geflügelfleisch und nicht zusätzlich Kalbfleisch und Kalbsbries. Gemüseeinlagen, ausser den Pilzen, kennt man bei der luxemburgischen Version gar nicht.

Die ungefüllten Blätterteigpasteten kann man hier an jeder Ecke fertig kaufen, entweder frisch beim Bäcker oder abgepackt im Supermarkt. Sogar meine Oma hat sie nie selbst hergestellt. Aus Neugierde wollte ich den Versuch starten und zumindest mit gefrorenem Blätterteig die Pasteten das erste Mal frisch zubereiten. Das hat sich geschmacklich sicher gelohnt, ist optisch aber noch ausbaufähig ;-)

Paschtéit – Bouchée à la Reine

Paschtéit

Zubereitung:
für 4 Personen als Vorspeise oder 2-3 als Hauptspeise

Kochen des Hähnchens:

Das Suppengemüse putzen, waschen, die Zwiebel schälen und alles in grobe Stücke teilen. Das Hähnchen unter fliessendem kaltem Wasser abspülen und mit Küchenpapier etwas trocken tupfen. Eventuell das Fett am Schwanzende abschneiden.

Geflügelbrühe

Geflügelbrühe

Das Hähnchen mit dem vorbereitetem Gemüse in einen grossen Topf geben. Die Gewürze und das Salz hinzufügen und mit Wasser auffüllen bis das Hähnchen ganz bedeckt ist. Das Ganze aufkochen lassen und zugedeckt bei mittlerer Hitze leicht sprudelnd 1-1,5 Stunden kochen lassen, bis das Fleisch sich leicht von den Knochen löst.

Das Hähnchen aus dem Topf nehmen und etwas abkühlen lassen. Die Brühe durch ein Sieb geben und beiseite stellen.

Backen der frischen Blätterteigpasteten:

Den gefrorenen Blätterteig nach Packungsangabe auftauen lassen.
Den Backofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen.

Damit die Pasteten gut hochgehen beim Backen, habe ich drei und nicht nur zwei Scheiben Teig übereinander gelegt. Normalerweise nimmt man jetzt zwei unterschiedlich grosse Ausstechringe, der Grosse für die Pastete ausszustechen und mit dem kleineren definiert man den Deckel. Da ich keinen Ausstecher habe der gross genug ist, schnitt ich die Teigplatten mit einem scharfem Messer in Form (zuerst quadratisch, dann stutzte ich leicht die so entstandenen Ecken) und mit einem kleinen Ausstecher markierte ich die Öffnung, bzw. den Deckel indem ich versuchte nur die obere Teigplatte durchzustechen.

Blätterteigpastete selbstgemacht

Blätterteigpastete selbstgemacht

Die Pasteten mit Eigelb bestreichen und 20-30 Minuten backen. Sie sollten nicht zu dunkel werden, die Temperatur eventuell zum Schluss reduzieren.

Ist die Füllung bereit können die Pasteten sofort gefüllt werden, ansonsten aus dem Ofen nehmen und später wieder aufwärmen, oder im etwas früher ausgeschalteten Ofen bereit halten.

Nimmt man fertige Pasteten zum Füllen, braucht man diese nur 10-15 Minuten bei 160°C (oder nach Packungangabe) im Ofen zu erwärmen.

Zubereitung der Füllung:

Das abgekühlte Hähnchenfleisch vom Knochen lösen und die Haut, Fett und unschönen Stellen entfernen. Das Fleisch nach Lust und Laune in kleine oder gröbere Stücke schneiden oder rupfen. Ich mag es mittelfein und zerrupft.

Hähnchenfleisch zerkleinert

Weisse Champignons in Scheiben

Die Champignons in Scheiben schneiden.

Für die Sauce eine Art Béchamel zubereiten. Ich mache das ohne Fett wie folgt: Das Mehl in einem Topf bei mittlerer Hitze unter Rühren rösten, bis es anfängt angenehm zu duften, dann sofort die kalte Milch hinzu schütten und gut mit dem Schneebesen verrühren. Etwas Brühe und den Wein hinzufügen. Jetzt nach und nach soviel Brühe angiessen bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Wird es zu dünnflüssig, kann man mit Speisestärke (verrührt mit etwas Sahne) zusätzlich eindicken.

Einige Minuten unter stetigem Rühren leicht köcheln lassen, damit der Mehlgeschmack verschwindet. Dann das Fleisch und die Champignons hinzugeben, mit einem Holzlöffel verrühren und einige Minuten unter Rühren köcheln lassen, bis das Fleisch heiss ist und die Champignons gar sind. Mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss abschmecken und wer mag fügt etwas Zitronensaft hinzu.

Von den aufgewärmten Pasteten die Deckel abschneiden, wenn nötig ein wenig aushöhlen und etwas von der Füllung hineingeben.

Der Rest der Füllung separat reichen. Als Beilage mag ich persönlich sehr gerne Reis und einen grünen Salat, andere gängigen Beilagen sind Kartoffelkroketten, Nuss-, oder Herzoginkartoffeln und als Gemüse Erbsen mit Möhren.

Zutaten:

für das Kochen des Hähnchens:

  • 1 Hähnchen (ca. 1 kg), wenn möglich Bio-Qualität
  • Suppengemüse (z.B. 1 Lauchstange, 1 Zwiebel, 1 Möhre, Sellerieblätter, 4-5 Stiele Petersilie)
  • einige Pfefferkörner, Pimentkörner, Gewürznelken
  • 2-3 Lorbeerblätter
  • 1 Esslöffel Salz
  • Wasser

zusätzlich für die Füllung:

  • 4-5 gehäufte Esslöffel Mehl
  • 200 ml kalte Milch
  • 400 g frische weisse Champignons (bitte keine aus der Dose!)
  • 200 ml trockener Weisswein, z.B. ein Riesling von der Mosel
  • Hühnerbrühe (vom Kochen des Hähnchens)
  • Salz, frisch gemahlener Pfeffer und Muskatnuss
  • Zitronensaft frisch gepresst

für die Blätterteigpasteten:

  • 4 fertige Blätterteigpasteten oder:
  • 1 Packung Blätterteigscheiben tiefgefroren (sehr lecker: Bio Dinkel-Vollkornblätterteig)
  • 1 Eigelb
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nach “Artisan bread in 5 minutes a day

Mini Panettone

Manchmal fallen einem die Ideen zum Nachbacken förmlich in den Schoss.

Auf der Seite von “Artisan bread in 5 minutes” wurde vor kurzem das Rezept für Panettone freigeschaltet und machte mich sofort hellhörig. Angespornt durch die tollen Fotos war schnell der Entschluss getroffen zum 3. Advent Mini Panettoni zu backen.

Zugegeben, ich habe sehr selten das Vergnügen gehabt Panettone zu essen, vor allem da ich mich sträube fertige zu kaufen. So habe ich nicht wirklich eine grosse Vergleichsmöglichkeit, aber das Resultat stiess bei mir optisch wie geschmacklich auf absolute Begeisterung.

Mini Panettone

Durch den Zitronen- und Orangenabrieb, sowie das Orangenöl ist das Gebäck herrlich aromatisch. Die getrockneten oder kandierten Früchte lassen sich nach Lust und Laune variieren. Da ich kandierte Früchte weniger mag, entschied ich mich für die getrockneten Cranberries und Rosinen und als grüner Farbtupfer die Pistazien.

Der Teig lässt sich 5 Tage im Kühlschrank lagern, so hat man die Möglichkeit die Panettoni über einige Tage hinweg frisch zuzubereiten.

Zubereitung:
für 12 kleine Panettoni

Mini Panettone

Hefe, Salz, Honig, Eier, geschmolzene Butter, Orangenöl, Abrieb, Vanillemark und Wasser in einer mittelgrossen Plastikschüssel verrühren (nach dem Prinzip von “Artisan bread in 5 minutes”).

Mehl hinzugeben und mit einem Holzlöffel mit Loch oder einem Spachtel alles zügig verrühren. Zum Schluss die getrockneten Cranberries, Rosinen und Pistazien unterrühren.

Die Schüssel zudecken und bei Raumtemperatur 2 Stunden gehen lassen. Anschliessend mindestens über Nacht, am besten 24 Stunden in den Kühlschrank stellen.

Am Backtag aus dem Teig 12 Kugeln (je ca. 100-115 g) formen und in gebutterten und gezuckerten Förmchen geben.

Um die typische Panettoneform zu erhalten, nahm ich kleine Porzelanschüsseln in die ich zusätzlich Manschetten aus Backpapier steckte. Man kann aber auch ein klassisches Muffinblech benutzen.

Mini Panettone

Die Oberfläche mit Milch einpinseln und mit grobem Rohrohrzucker bestreuen. Die Teiglinge 1-1,5 Stunden zugedeckt gehen lassen. Den Ofen auf 180°C vorheizen und knapp 25 Minuten bei Ober-/Unterhitze backen.

Herausnehmen, auf einem Kuchengitter abkühlen lassen und nach Belieben mit Puderzucker bestäuben.

Zutaten:

  • 3/4 cup lauwarmes Wasser (± 38°C)
  • 2 1/4 Teelöffel Bio-Trockenhefe
  • 2 Teelöffel grobes Salz
  • 4 Eier (L), leicht verquirlt
  • 1/4 cup Honig
  • 115 g Butter, geschmolzen und leicht abgekühlt
  • einige Tropfen Orangenöl (bekommt man z.B. im Bioladen)
  • Abrieb von je eine Orange und Zitrone
  • Mark von 2 Vanilleschoten
  • 3 3/4 cups Weizenmehl Typ 1050
  • 1/2 cup getrocknete Cranberries
  • 1/2 cup Rosinen
  • 1/3 cup ganze, ungesalzene Pistazien
  • Milch zum Bestreichen und grober Rohrohrzucker zum Bestreuen

Quelle: Artisan bread in 5 minutes a day

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nach einem Rezept von Jamie Oliver

Seeteufel in Parmaschinken

Jamie Oliver gehört zweifellos zu den Fernsehköchen die polarisieren. Mir gefällt, dass er mit einfachen, aber guten Zutaten die leckersten Gerichte zaubert. Und alles nachvollziehbar für uns Hobbyköche.

So wie folgendes Rezept, welches ich schon mehrmals nachgekocht habe und mich immer wieder in Begeisterung versetzt.

Als Beilage gab es diesmal Kartoffel-Sellerie-Stampf mit Olivenöl und Pinienkerne angereichert.

Zubereitung:
für 2 Personen

Die getrockneten Tomaten, Basilikum und 2-3 Esslöffel Olivenöl im Zerkleinerer (Moulinette) zu einer streichfähige Paste mixen. Mit etwas Balsamico abschmecken.

Den Backofen auf 200°C vorheizen.

Die Parmaschinkenscheiben leicht überlappend auf ein grosses Stück Pergamentpapier legen und gleichmässig mit der Paste bestreichen.

Das Fischfilet unter fliessendem Wasser kalt abspülen, mit Küchenpapier trocken tupfen und quer auf die Schinkenscheiben legen. Pfeffern und vorsichtig salzen (Schinken und getrocknete Tomaten sind schon recht salzig).

Mit Hilfe des Pergamentpapiers fest aufrollen und ohne das Papier in eine mit Olivenöl ausgeriebene Auflaufschüssel geben.

Bei 200°C 20 Minuten braten. Anschliessend in Scheiben schneiden und anrichten.

Zutaten:

  • 400 g Seeteufelfilets (im Ganzen), alternativ Wolfsbarsch
  • 5-6 sehr dünne Scheiben Parmaschinken
  • 50 g getrocknete in Öl eingelegte Tomaten
  • Olivenöl
  • Balsamico Essig
  • frisches Basilikum
  • frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • Fleur de sel

Quelle: Genial kochen mit Jamie Oliver

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