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Scharfe Bohnenpasta mit Pinienkernen

Vor einigen Jahren hatte ich eine extreme Vollkornphase. Brot, Reis, Müsli, Nudeln, Kuchen, Kekse usw. usf. kamen nur noch mit vollem Korn für mich in Frage. Heute sehe ich das nicht mehr ganz so streng, mag aber immer noch sehr gerne Vollkornprodukte.

Vollkornnudeln ist nicht jedermanns Sache und nicht jede Pasta eignet sich als Vollkornvariante. Bei diesem Gericht ist allerdings alles stimmig und auch die Vollkornspaghetti passen hervorragend dazu. Das Rezept fand ich in der vorletzten Ausgabe von Schrot&Korn, eins der Gratis-Magazine, die in Bioläden und Reformhäusern aufliegen. Die Schrot&Korn Rezepte sind oft sehr ansprechend und inspirierend. Die Orangenringe zur Weihnachtszeit hatten mich bereits sehr begeistert und ich freue mich jedes Mal, wenn eine neue Ausgabe erscheint.

Die Vollkorn-Skeptiker kann ich beruhigen; ich bin überzeugt, dass das Rezept auch mit normaler Pasta schmeckt. Die Kombination Bohnen, getrocknete Tomaten, Rosmarin und Pinienkerne hat mir besonders gut gefallen und ich kann euch nur ans Herz legen es auszuprobieren solange frische Bohnen noch Saison haben.

Scharfe Bohnenpasta mit Pinienkernen

Scharfe Bohnenpasta mit Pinienkernen
für 2 Personen

Zubereitung:

Bohnen putzen und schräg in kleine Stücke schneiden. Knoblauch gegebenenfalls schälen und in sehr feine Scheiben schneiden. Getrocknete Tomaten in Streifen schneiden. Rosmarinnadeln abzupfen und grob hacken. Pinienkerne in einer Pfanne ohne Fett rösten.

2 Esslöffel Olivenöl in einem Topf erhitzen und Bohnen, Knoblauch, Tomaten und Rosmarin darin schwenken. Brühe angiessen, aufkochen und 10 Minuten zugedeckt köcheln lassen.

In der Zwischenzeit Spaghetti in reichlich Salzwasser bissfest kochen. Lauchzwiebeln in feine Ringe schneiden und zum Gemüse geben, kurz aufkochen. Tropfnasse Spaghetti mit dem Gemüse vermengen. Mit Salz, frisch gemahlenem Pfeffer und Chiliflocken abschmecken.

Anrichten, mit Pinienkernen bestreuen und restliches Olivenöl darüber träufeln.

Zutaten:

  • 300 g breite, grüne Bohnen
  • 3-4 frische Knoblauchzehen
  • 6 getrocknete Tomaten
  • 1 Zweig Rosmarin
  • 2 gehäufte Esslöffel Pinienkerne
  • 3 Esslöffel Olivenöl
  • 200 ml Gemüsebrühe
  • 250 g Vollkornspaghetti
  • 2 Lauchzwiebeln
  • Salz
  • frisch gemahlener Pfeffer
  • getrocknete Chiliflocken

Inspirationsquelle: Schrot&Korn N° 07/2011

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Pfirsich-Rosmarin Galette mit Ricottacreme

Die Zucchinitarte hat mir so gut gefallen, dass ich versucht habe eine süsse Variante zu basteln. Da Sus aktuelle Thema für den monatlichen Garten-Koch-Event “Pfirsich” ist und ich gerne teilnehmen wollte, war somit auch die Wahl des Belags schnell getroffen.

Garten-Koch-Event Juli 2011: Pfirsich [31.07.2011]

Irgendwo im Netz habe ich mal aufgeschnappt, dass Galette-Teig besonders knusprig wird, wenn man teilweise Hartweizen- oder Maismehl verwendet. Mit Maismehl habe ich diesbezüglich – bis jetzt – nicht ganz so gute Erfahrungen gemacht, aber mit Hartweizenmehl hat man tatsächlich das Gefühl, dass der Teig mehr Biss hat und auch krosser ist. Zusätzlich habe ich auch noch etwas Dinkelvollkornmehl im Teig verarbeitet. Man kann natürlich auch ausschliesslich Weizenmehl verwenden.

Die Pistazienkerne sollen einen farblichen Akzent setzen, im Nachhinein denke ich aber, dass Pinienkerne geschmacklich besser passen würden. Als Aroma-Kick dient etwas frischer Rosmarin, der hier zwar nur dezent hervorsticht, mir aber vorzüglich in dieser Kombination gefallen hat.

Ansonsten muss ich zugeben, dass mir die Nektarinentarte mit der Mandelcreme etwas mehr zugesagt hat. Aleksandar fand beide ausgesprochen lecker.

Pfirsich-Rosmarin Galette mit Ricottacreme

Pfirsich-Rosmarin Galette mit Ricottacreme

Zubereitung:

Für den Teig Mehle, Puderzucker und Salz in einen Food Processor geben und kurz mischen. Butter in Würfel geschnitten zum Mehl geben und 2-3 Mal pulsierend mixen. Sauerrahm, Zitronensaft und Wasser verrühren, hinzugeben und nur so lange pulsierend mixen bis der Teig anfängt zusammenzuklumpen.

Den Teig mit einem Teigspachtel auf ein Stück Frischhaltefolie geben, etwas platt drücken, einwickeln und mindestens 1 Stunde kühlen. Der Teig ist sehr feucht, lässt sich aber mit etwas Übung verarbeiten. Deshalb auch unbedingt gut kühlen. Man kann ihn auch einige Stunden vorher oder am Vortag zubereiten und bis zur Fertigstellung in den Kühlschrank geben.

Für den Belag Pfirsiche in Viertel schneiden, dabei entkernen. Pfirsichviertel noch einmal teilen. Rosmarinnadeln von den Stielen zupfen und klein hacken. In einer Schüssel zusammen mit Pfirsichstücken und Honig vermischen und beiseite stellen.

Für die Ricottacreme Ricotta, Mandeln und Puderzucker verrühren.

Backofen auf 200°C Ober-/Unterhitze (oder 210°C Intensivhitze) vorheizen.

Den Teig dünn ausrollen. Da er recht feucht ist, funktioniert dies am besten, wenn man ihn gut mit Mehl bestäubt und zwischen einem Stück Backpapier unten und Frischhaltefolie oben ausrollt. Anschliessend kann man ihn dann leicht mit dem Backpapier auf das Backblech ziehen.

Ricotta-Mandelcreme auf dem Teig verstreichen, dabei einen Rand von einigen Zentimetern frei lassen. Pfirsiche darüber verteilen. Den Rand mit einem Teigspachtel zur Mitte hin umklappen. Pistazienkerne über die Pfirsiche streuen. Den Teigrand mit Sahne einpinseln.

In den vorgeheizten Backofen schieben und 35-40 Minuten backen. Abkühlen lassen und mit Puderzucker bestäuben.

Schmeckt mir am besten gekühlt.

Zutaten für den Teig:

  • 50 g Vollkorndinkelmehl (alternativ Vollkornweizenmehl)
  • 50 g Hartweizenmehl (alternativ Vollkornweizenmehl)
  • 
100 g Weizenmehl Type 550
  • 60 g Puderzucker
  • 1/4 Teelöffel feines Salz
  • 
120 g sehr kalte Butter
  • 60 g Sauerrahm 10%
  • 
2 Esslöffel Zitronensaft
  • 30-40 g sehr kaltes Wasser

für den Belag:

  • 3 grosse Pfirsiche
  • 2 Zweige Rosmarin
  • 30 g (= 1 gut gehäufter Esslöffel) Honig
  • 
150 g Ricotta
  • 40 g gemahlene Mandeln
  • 40 g Puderzucker
  • 1 Esslöffel Pistazienkerne

für die Fertigstellung:

  • 1 Esslöffel Sahne
  • Puderzucker zum Bestäuben
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Schuedi nach Grossmutters Rezept

Nachdem einige den Schuedi schon auf facebook entdeckt und nach dem Rezept gefragt haben, möchte ich euch nicht zu lange auf die Folter spannen.

Als Schuedi bezeichnet man in Luxemburg einen Butter-Zuckerkuchen. Es ist im Prinzip ein herkömmlicher Hefekuchen in den man Vertiefungen drückt, diese mit reichlich Butterflocken füllt und anschliessend – aus den Augen, aus dem Sinn – alles mit einer dicken Schicht Zucker bedeckt. Traditionell wurde der Schuedi aus Teigresten gemacht, da es zu Schade war diese wegzuwerfen.

So kenne ich es auch von meiner Grossmutter. Damals gab man sich nicht mit kleinen Mengen ab, Hefeteig wurde mindestens mit einem Kilogramm Mehl zubereitet. Daraus entstanden dann Rosinenstuten, Schneckenkuchen, diverse Obsttorten und der Rest wurde zum Schuedi. Rückblickend scheint es mir, als hätte ich meiner Oma dabei fast täglich zugeschaut und sie wurde nicht müde mir jedes Mal genau zu erläutern wie man mit Hefeteig umzugehen hat.

Schuedi nach Grossmutters Rezept

Es waren also eher nostalgische Gefühle, die mich vor zwei Wochen veranlassten, meine Mutter nach dem genauen Rezept zu fragen. Nachdem ich die Kilomengen umgerechnet und die Pi-mal-Daumen-Angaben (etwas hiervon, ein halbe Packung davon … nee in Gramm rechnet meine Mamma nicht, hat Omi ja auch nicht!!) definiert hatte, ging es ans Nachbacken.

Da ich ja emotionell vorbelastet bin, wollte ich nicht zu viel in den Kuchen hinein interpretieren. Nachdem aber auch Aleksandar ihn sehr gut fand, unsere Nachbarn vor Begeisterung sich gleich ans Nachbacken machten und den Sonntag nun zum Schuedi-Sonntag erkoren haben, entschloss ich mich ihn dann doch hier im Blog zu verewigen. Und als hätte der Hefeteig es gewusst, dass er im Bild festgehalten soll werden, hat er sich gestern extrem ins Zeug gelegt und wurde aussergewöhnlich flauschig und schmackhaft.

Schuedi nach Grossmutters Rezept

Schuedi nach Grossmutters Rezept
für eine ∅ 28-30 cm Backform

Zubereitung:

Hefe in 3 Esslöffel Milch auflösen und beiseite stellen.

Restliche Milch, Butter und Zucker erhitzen, bis die Butter geschmolzen ist. Auf mindestens 38°C abkühlen lassen, sonst sterben die Hefekulturen ab.

Mehl in die Rührschüssel der Küchenmaschine geben. Milchmischung hinzugeben, sowie Ei und aufgelöste Hefe. Alles 4 Minuten auf Stufe 1 (von 4) kneten. Salz hinzugeben und auf Stufe 2 weitere 8 Minuten kneten. Zugedeckt 40 Minuten ruhen lassen.

Eine passende Tarte- oder Backform buttern und mehlieren.

Den Teig kurz entgasen, rund formen und mit den Händen in die Form drücken. Zugedeckt ca. 30-40 Minuten gehen lassen.

Backofen rechtzeitig auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen.

Mit dem Daumen mehrere Vertiefungen in den Kuchen drücken und Stückchen von der weichen Butter hineinstopfen. Dabei auch etwas Butter über die gesamte Oberfläche streichen. Dick mit Zucker bestreuen.

Ca. 20 Minuten backen bis er die gewünschte Bräune hat.

Schmeckt frisch am besten, ist aber auch noch 2 Tage später geniessbar.

Zutaten für den Teig (wenn möglich zimmertemperiert):

  • 350 g Mehl Type 550
  • 160 g Milch
  • 20 g Frischhefe
  • 50 g Butter
  • 30 g Rohrohrzucker
  • 1 Ei
  • 1 Teelöffel Salz

für den Belag:

  • +/- 80 g weiche Butter
  • 4-5 Esslöffel Rohrohrzucker
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Oder: ein belegtes Brot für Faule!

Gefülltes Pizzabrot mit Sauerteig

Dieses Rezept entstand aus der Not heraus. Es waren sogar zwei Nöten. Man kann auch sagen ich schlug zwei Mücken mit einem Schlag. Erstens lässt sich hiermit wunderbar ein Überschuss an Sauerteigstarter verwerten und zweitens – solltet ihr ebenfalls in eurem Haushalt ein Mitglied haben, das sich vehement sträubt morgens 5 Minuten früher aufzustehen um sich Brote zum Mitnehmen zu machen – dann ist das hier die Lösung.

Das Pizzabrot schmeckt nämlich nicht nur frisch aus dem Ofen, oder lauwarm, sondern man kann es auch kalt geniessen. Somit ein ideales Mittagessen fürs Büro oder auch zum Picknick, das sich gut am Vortag vorbereiten lässt.

Gefülltes Pizzabrot mit Sauerteig

Der Teig ist im Prinzip nach meinem Standart-Rezept für Pizzateig gemacht, das ich bei Susan von Wild Yeast abgeguckt habe. Ich habe lediglich die Mengen hierfür verdoppelt.

Bei der Füllung und dem Belag kann man sich gerne nach Geschmack austoben und seiner Fantasie freien Lauf lassen. Ich habe mich hier für eine vegetarische Variante entschieden, sehr gut schmeckt aber auch eine Füllung mit dünn geschnittenem Schinken oder Salami. Anstelle von Frühlingszwiebeln passen ausserdem frische Kräuter wie Basilikum, Rosmarin oder Estragon.

Ein wunderbar luftiges, saftiges Brot mit kräftig aromatischen Zutaten.

Gefülltes Pizzabrot mit Sauerteig

Da es auch noch farblich hervorsticht, wird es mein Beitrag zum “Blog-Event LXIV – Farbenfrohe Gerichte”, diesmal ausgerichtet von Sylvia von “rock the kitchen”. Damit hätte ich dann auch drei Mücken mit einem Schlag erledigt.

Blog-Event LXIX - Farbenfrohe Gerichte (Einsendeschluss 15. Juli 2011)

 

Gefülltes Pizzabrot mit Sauerteig
für eine ∅ 28 cm Backform

Zubereitung:

Sauerteigstarter in die Rührschüssel der Küchenmaschine geben, Wasser und Hefe hinzufügen und gut mit dem Teigschaber verrühren. Mehle hinzugeben und mit der Küchenmaschine auf Stufe 1,5 (von 4) 4 Minuten kneten, bis der Teig zusammenkommt.

Öl und Salz dazugeben und 6 Minuten auf Stufe 2 kneten, bis der Teig sich von den Wänden der Schüssel löst. Der Teig ist etwas feucht und leicht klebrig.

Die Innenwand einer Schüssel dünn mit Öl einreiben und den Teig hineingeben. 2 Stunden zugedeckt bei Raumtemperatur gehen lassen. Dabei nach 40 und 80 Minuten einen Faltvorgang machen. Je nach Teigstruktur den Teig ein drittes Mal falten und zusätzlich 40 Minuten gehen lassen.

Anschliessend eine Tarte- oder Pieform (∅ 28 cm) gut mit Ölivenöl einreiben. Den Teig halbieren und eine Hälfte mit gut mehlierten Händen in der Form platt drücken. Cheddar und Frühlingszwiebeln darauf verteilen. Etwas Pfeffer darüber mahlen. Die zweite Hälfte flach drücken und auf die Füllung geben. Die Ränder festdrücken.

Für den Belag Tomatenmark und Wasser verrühren und dünn auf dem Teig verstreichen. Oliven verteilen und in den Teig drücken. Feta darüber bröckeln. Mit Chiliflocken und Oregano bestreuen. Kurz beiseite stellen.

Währenddessen den Backofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen.

Pizzabrot in den vorgeheizten Backofen geben und 30 Minuten backen.

Lauwarm oder kalt geniessen. Reste lassen sich mindestens 2 Tage eingepackt im Kühlschrank aufbewahren.

Zutaten für den Teig:

  • 250 g aktiver Weizen-Sauerteigstarter (100% Hydration)
  • 200 g Wasser
  • 4 g Frischhefe
  • 100 g Vollkorn Weizenmehl
  • 100 g Hartweizenmehl (alternativ Weizenmehl Type 550)
  • 160 g Weizenmehl Type 550
  • 20 g Olivenöl
  • 9 g Salz

für die Füllung:

  • 100 g Cheddar, grob gerieben
  • 1-2 Frühlingszwiebeln, in dünne Ringe geschnitten
  • frisch gemahlener Pfeffer

für den Belag:

  • 1 Esslöffel Tomatenmark
  • 2 Esslöffel Wasser
  • 1 Handvoll gemischte, entsteinte Oliven
  • 100 g Feta
  • frisch gemahlene Chiliflocken
  • Oregano, frisch oder getrocknet
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