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Tagliatelle mit Kichererbsen und frischen Tomaten

Pasta geht immer! Hochgradig variabel, schnell, beliebt und unkompliziert. Außerdem gibt es kaum ein anderes Gericht, das dermaßen diskret ohne Fleisch auskommen kann.

Inspiriert habe ich mich an der aktuellen Ausgabe von “Köstlich vegetarisch“, die sich diesmal mit der italienischen Küche befasst. Ein paar Kleinigkeiten habe ich der Vorratskammer entsprechend angepasst. Aus Fettuccine wurden Vollkorn-Tagliatelle, die Kirschtomaten wurden durch normale, aromatische Tomaten ersetzt, die Mengen wurden adaptiert und Frühlingszwiebeln hinzugefügt.

Geschmeckt hat es toll und das Gericht lässt sich abwechslungsreich durch Kräuter variieren. Wichtige Voraussetzung für einen unvergleichlichen Genuss aber sind reife, aromatische Tomaten. Die Kichererbsen sind sehr sättigend, sodass man mit weniger Nudeln als gewöhnlich auskommt.

Im Originalrezept wird mit Parmesanspänen angerichtet. Da ich ja gerade eine, wenn auch nicht ganz strenge, vegane Testphase durchlaufe, habe ich alternativ altbackenes Brot in Mini-Würfel geschnitten, im Olivenöl kross angebraten und mit etwas Fleur de Sel vermischt. Passt hervorragend.

Eine wunderbare Pasta mit Kichererbsen und Kichererbsenmehl gab es vor Kurzem auch bei Robert.

Tagliatelle mit Kichererbsen und frischen Tomaten

Tagliatelle mit Kichererbsen und frischen Tomaten

für 2 grosse Portionen

Zubereitung:

Kichererbsen in einem Sieb abspülen und abtropfen lassen. Knoblauch schälen und in feine Scheiben schneiden. Zwiebeln putzen und in dünne Ringe schneiden. Tomaten waschen und in kleine Spalten oder grobe Würfel schneiden.

In einer grossen Pfanne Knoblauch und Rosmarinzweige in etwas Öl anschwitzen ohne, dass der Knoblauch zu dunkel wird. Zwiebeln hinzufügen, leicht salzen und umrühren. Kichererbsen und ein halbes Glas Wasser hinzugeben und 5 Minuten köcheln lassen. Dann Tomaten untermischen, Salzen und pfeffern und weitere 5-10 Minuten köcheln lassen.

Derweil Nudeln in reichlich Salzwasser bissfest kochen. Tropfnasse Pasta in die Pfanne geben – eventuell etwas Nudelwasser zufügen – und gut mit der Soße vermischen. Ein Schuss Olivenöl unterrühren. Rosmarinzweige entfernen, abschmecken und zusammen mit den kross gerösteten Brotwürfelchen (alternativ frisch geriebener Parmesan) anrichten.

Zutaten:

  • 250 g gekochte Kichererbsen
  • 3 Knoblauchzehen
  • 2 Frühlingszwiebeln
  • 5 reife, aromatische Tomaten
  • Olivenöl
  • 2 Rosmarinzweige
  • Salz und frisch gemahlener Pfeffer
  • 200 g Vollkorn-Tagliatelle
  • in Olivenöl geröstete und gesalzene kleine Brotwürfel

Inspirationsquelle: Fettuccine mit Kichererbsen und Kirschtomaten, aus “Köstlich vegetarisch”, Nr. 4, Juli/August 2012, Das Beste aus Italien

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Vegane Schoko-Tupfen-Muffins

Frei nach dem Motto: “Immer offen für Neues”, werde ich mich in nächster Zeit intensiver mit der veganen Küche beschäftigen. Es war nicht geplant, dies gross anzukündigen. Allerdings passt es thematisch hervorragend zum aktuellen Kochtopf-Blog-Event “Das erste Ma(h)l”, wo Nata von pastasciutta noch bis morgen Freitag auf der Suche nach Küchenpremieren ist. Gestern Abend habe ich nämlich, das erste Mal vegane Muffins gebacken. (Nachtrag: Blog Event geht noch bis Sonntag, 15. Juli)

Ich lebe weder streng vegan, noch ernähre ich mich ausschliesslich vegan. Zweifellos haben aber einige Lektüren, wie hier schon erwähnt, dazu beigetragen mich noch intensiver mit der Herkunft von Lebensmitteln auseinander zu setzten. Dazu gehört auch ein bewusster und kritischer Umgang mit Milchprodukten und Eiern.

Hinzu kam die grosse Neugierde, wie wohl veganes Gebäck zubereitet wird und schmeckt. Zum Glück gibt es auch für die vegane Küche einige tolle Foodblogs, wo man sich herrlich inspirieren kann. Ich blieb unter anderem bei “Vegan und Lecker” hängen und probierte spontan die Schoko-Tupfen-Muffins aus. Das Rezept ist unkompliziert und schnell zubereitet. Die vegane Butter ersetzte ich durch neutrales Pflanzenöl, normalerweise reduziert man dabei die Menge leicht, was ich aber schlicht vergessen habe, und ich tat ein paar Schokostücke mehr in den Teig.

Gleich beim Backen geriet ich schon in Verzückung, da die Muffins vorbildlich aufgingen und schön einrissen. Auch geschmacklich gibt es nichts auszusetzen. Die Schokostückchen möchte ich aber nicht missen. Der Teig ist schön weich und luftig, am zweiten Tag auch sehr saftig. Gestört hat mich lediglich der leichte Geruch nach Backpulver, aber das ist mir auch schon bei meinen letzten nicht-veganen Muffins aufgefallen, obwohl ich ausschließlich phosphatfreies Weinsteinbackpulver benutze. Entweder haben die mal wieder die Rezeptur verändert, oder es liegt am Natron. Auf jeden Fall werde ich versuchen nächstes Mal mit weniger Backpulver und Natron auszukommen, bzw. eine andere Marke zu testen.

Fazit: ein schönes erstes Ma(h)l und sicher nicht das letzte vegane Mahl ;-)

Vegane Schoko-Tupfen-Muffins

Vegane Schoko-Tupfen-Muffins
für 6 grosse Muffins

Zubereitung:

Backofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Muffinblech mit Papierförmchen auskleiden.

Mehl, Speisestärke, Backpulver, Natron, Mandeln, Zucker, Vanille und Salz in einer Schüssel gut vermischen. Schokolade grob hacken und hinzugeben.

Öl, Sojamilch und Zitronensaft verschlagen und mit einem Teigschaber zügig unter die trockenen Zutaten heben.

Den Teig mit Hilfe eines Eiskugelportionierers gleichmäßig in die Förmchen verteilen und +/- 20 Minuten auf der mittleren Schiene backen. Unbedingt eine Stäbchenprobe machen, die Muffins nicht zu lange backen, damit sie nicht zu trocken werden.

Die Muffins 5 Minuten ruhen lassen, dann aus der Form nehmen und auf einem Kuchengitter abkühlen lassen.

Zutaten:

  • 150 g Dinkelmehl Typ 630
  • 1 Esslöffel Speisestärke
  • 1 1/2 Teelöffel Weinsteinbackpulver (eventuell auf 1 TL reduzieren oder Natron weglassen)
  • 1/2 Teelöffel Natron
  • 25 g gemahlene Mandeln
  • 50 g Rohrohrzucker (wer es süß mag, sollte etwas mehr nehmen)
  • 1/2 Teelöffel gemahlene Vanille oder 1/2 Vanillestange
  • 1 Prise Salz
  • 100 g dunkle Schokolade 70%
  • 50 g neutrales Pflanzenöl
  • 150 ml Sojamilch
  • 1 El Zitronensaft

Quelle: Vegan und Lecker

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Brotsalat mit Amaranth und Avocado

Pate stand hier natürlich der Panzanella, der klassische Brotsalat aus Italien. Nicht zu fassen wie lecker altbackenes Brot im Salat schmecken kann! Eine kulinarische Glanzleistung um altes Brot vor dem Wegschmeissen zu retten. Spätestens, wenn man selber bäckt, mag man keinen Krümel mehr im Mülleimer entsorgen.

Kaum ein Foodblog kommt ohne ein Rezept aus. Als ich bei Alex den Quinoa-Brotsalat sah, war ich sofort inspiriert und probierte eine Variante mit Amaranth aus. Die vielen wertvollen Nährstoffe machen beide Pseudogetreidearten vor allem für die vegetarische und vegane Küche interessant. Der Amaranth kam bei mir dezent zum Einsatz, wer mag kann die Menge auch auf 100g erhöhen.

Beim Gemüse kann man sich austoben. Am besten von allen Farben etwas – rot, grün, gelb, orange – das ist gesund und schön fürs Auge. Tomaten sollten auf keinen Fall fehlen. Das Brot wird entweder grob in Würfel geschnitten und in der Pfanne oder – wie ich es bevorzuge – in dicken Scheiben im Backofen geröstet und anschliessend mit einer Knoblauchzehe eingerieben.

Reste vom Salat sind auch noch am nächsten Tag geniessbar.

Da man es eigentlich gar nicht oft genug erwähnen kann, möchte ich darauf hinweisen, dass auch dieses Gericht von der Qualität seiner Zutaten lebt. Wenn möglich besorgt Euch saisonale und hochwertige Produkte in Bioqualität oder handwerklich erzeugt.

Brotsalat mit Amaranth und Avocado

Brotsalat mit Amaranth und Avocado
für 2 Portionen als Hauptspeise

Zubereitung:

Amaranth unter fliessendem Wasser waschen. Gemüsebrühe aufkochen, Amaranth hinzugeben und 30 Minuten zugedeckt bei kleiner Flamme weich kochen. 5-10 Minuten quellen und anschliessend abkühlen lassen.

Brotscheiben im Backofen unter dem Grill pro Seite 2-3 Minuten rösten. Die Scheiben sollen gut kross, aber nicht zu dunkel werden. Herausnehmen und von beiden Seiten mit Knoblauchzehe einreiben. Abkühlen lassen.

Möhren und Paprika putzen und in dünne Scheiben hobeln. Gurke schälen, der Länge nach halbieren, gegebenenfalls Kerne entfernen und in 5mm dicke Scheiben schneiden. Tomaten in schmale Spalten schneiden, dabei den Stielansatz entfernen. Minze fein hacken. Petersilienblätter abzupfen, knapp die Hälfte grob hacken, den Rest ganz lassen. Avocado halbieren, Kern entnehmen, schälen und in 5mm dicke Scheiben schneiden. Frühlingszwiebeln in feine Ringe, das abgekühlte Brot in grosse Würfel schneiden.

Für die Salatsauce alle Zutaten gut miteinander verrühren.

Alles in eine grosse Salatschüssel geben und vorsichtig vermengen. Eventuell noch einmal abschmecken und 10-15 Minuten durchziehen lassen.

Zutaten:

  • 60 g Amaranth
  • 150 g Gemüsebrühe
  • 3-4 dicke Scheiben Brot, Vollkorn- oder/und Sauerteigbrot, 2-3 Tage alt
  • 1 Knoblauchzehe
  • 3 Möhren
  • je 1 rote und gelbe Paprikaschote
  • 1 Feldgurke
  • 5-6 reife, aromatische Tomaten
  • 1 Bund glatte Petersilie
  • 8-10 frische Minzblätter, oder andere frische Salatkräuter nach Wahl
  • eine Handvoll grüne Oliven
  • 1 kleine, reife Avocado
  • 2-4 Frühlingszwiebeln

für die Salatsauce:

  • 2 Esslöffel Olivenöl
  • 1 Esslöffel Rotweinessig
  • 1 Esslöffel Zitronensaft
  • 1 Teelöffel Agavensirup
  • Salz und frisch gemahlener Pfeffer

Inspirationsquelle: foto e fornelli

Weitere Brotsalat-Rezepte:

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Graupenrisotto mit Zitrone und Basilikum

Es war voraussehbar! Nachdem ich nun die beiden Bücher “Tiere essen” und “Anständig essen” gelesen habe, widme ich mich wieder intensiv meinen vegetarischen Kochbüchern. Das folgende Rezept stammt aus einer Neuanschaffung.

vegetarisch gut gekocht! – Das Grundkochbuch” aus dem Kosmos-Verlag ist ein Buch, das mit seinem ansprechenden Layout, den schönen Bildern und den inspirierenden Rezepten auf jeden Fall Lust aufs Nachmachen und Ausprobieren macht. Juliane und Alice haben bereits ausführlich darüber berichtet.

Beim Graupenrisotto habe ich mich, bis auf ein paar kleine Veränderungen, an die Rezeptangabe gehalten und das Ergebnis hat überzeugt. Zitrone, Basilikum und Paprika passen hervorragend zusammen und mag man den glitschigen Charakter von Graupen, steht einem Genuss nichts im Wege. Lediglich die Crème fraîche war mir ein wenig zu dominant – im Original wird Doppelrahmfrischkäse und Butter verwendet – sodass ich beim nächsten Mal sparsamer dosieren und dafür wie beim klassischen Risotto frischen Parmesan hinzufügen werde.

Aleksandar hatte übrigens gar nichts auszusetzen.

Als Beilage gab es einen einfachen, aber sehr aromatischen Tomatensalat, der hervorragend gepasst hat.

Graupenrisotto mit Zitrone und Basilikum

Graupenrisotto mit Zitrone und Basilikum
für 2 grosse Portionen

Zubereitung:

Frühlingszwiebeln putzen und die weissen und grünen Teile getrennt in Ringe schneiden. Knoblauch schälen und in feine Scheiben schneiden. Paprikaschoten putzen, gegebenenfalls schälen und in kleine Würfel schneiden. Gemüsebrühe aufkochen.

Olivenöl in einem schweren Topf erhitzen. Das Weisse der Zwiebeln und Knoblauch bei niedriger Temperatur unter Rühren glasig andünsten. Graupen hinzufügen und rühren bis sie vom Fett überzogen sind. Eine Kelle heisse Brühe dazugeben. Wenn die Flüssigkeit eingekocht ist, nach und nach die restliche Brühe angiessen. Die Temperatur so einstellen, dass es ständig leicht köchelt.

Regelmässig rühren und die Flüssigkeit immer wieder einkochen lassen, bevor neue hinzugefügt wird, bis die Graupen fast gar sind; bei mir ca. 40-45 Minuten. Paprikawürfel hinzugeben und einige Minuten mitgaren.

Zitronenschale in den Topf reiben und mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft abschmecken. Paprikapulver, Piment d’Espelette, Crème fraîche und zerrupfte Basilikumblätter unterrühren.

Grob gehackte Pistazienkerne und das Grüne der Zwiebeln darüberstreuen.

Zutaten:

  • 1 Bund Frühlingszwiebeln
  • 1/2 frischer Knoblauch, oder 2-4 Zehen getrockneter Knoblauch
  • 1 rote Spitzpaprika
  • 1 gelbe Paprikaschote
  • ca. 1250 ml Gemüsebrühe
  • 1 Esslöffel Olivenöl
  • 200 g Graupen
  • 1 Bio-Zitrone, Schale und Saft
  • Salz und frisch gemahlener Pfeffer
  • 1 Teelöffel Paprikapulver
  • 1 Prise Piment d’Espelette
  • 2 Esslöffel Crème fraîche (besser: 1 Esslöffel Crème fraîche und 2-3 Esslöffel frisch geriebener Parmesan)
  • eine Handvoll Basilikumblätter
  • 2 Esslöffel Pistazienkerne, oder fettfrei geröstete Pinienkerne

Inspirationsquelle: “vegetarisch gut gekocht! – Das Grundkochbuch”, Kosmos-Verlag

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