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Crozets mit Maronen und Bergkäse nach Risottoart

Crozets sind putzige, quadratische Buchweizennudeln aus Frankreich, genauer gesagt aus Savoyen. Sie werden traditionell gerne mit Reblochon oder Beaufort angerichtet, Käse der aus der gleichen Region stammt. Häufig in gratinierter Form.

Man kann sie allerdings auch wie ein Risotto zubereiten. Eine außerordentlich interessante Idee, vor allem wenn man sich nicht zwischen Reis und Nudeln zum Essen entscheiden kann. Die reine Kochzeit beträgt ca. 15-18 Minuten, danach wie beim klassischen Risotto kurz ziehen lassen. Die Crozets sind weniger empfindlich als normale Nudeln – ich nehme mal an das liegt am Buchweizenmehl – vertragen auch etwas längere Wartezeiten und behalten trotzdem Biss.

Crozets mit Maronen und Bergkäse nach Risottoart

Bei den zusätzlichen Zutaten und Geschmacksrichtungen kann man sich natürlich nach Lust und Laune austoben. Da mir bereits das Maronenrisotto außergewöhnlich gut gefallen hat, entschied ich mich auch hier für herbstliche Maronen. Zusätzlich noch Speck, jede Menge Bergkäse und etwas Salbei. Köstlich!

Crozets kann man hier in Luxemburg bei Cora, eine französische Supermarktkette, kaufen. Für alle die keine Möglichkeit haben sie zu bekommen, hat Aurélie vor einiger Zeit eine Anleitung zum Selbermachen auf ihrem Blog veröffentlicht. Dort findet sich auch ein Rezept für Crozets mit Reblochon.

Crozets mit Maronen und Bergkäse nach Risottoart

Crozets mit Maronen und Bergkäse nach Risotto-Art
für 3 Portionen

Zubereitung:

Zwiebel schälen und hacken. Knoblauch schälen und in feine Scheiben schneiden. Speck in schmale Stifte und die Hälfte der Salbeiblätter in feine Streifen schneiden. Maronen grob hacken. Brühe erwärmen.

Butterschmalz in einem schweren Topf bei mittlerer Temperatur erhitzen und die restlichen, ganzen Salbeiblätter darin knusprig anbraten. Herausnehmen und auf Küchenpapier geben um überschüssiges Fett aufzusaugen.

Im restlichen Fett Zwiebeln und Knoblauch unter Rühren anschwitzen ohne, dass sie Farbe annehmen. Speck und den in Streifen geschnittenen Salbei hinzufügen und umrühren. Crozets Nudeln hinzugeben und rühren bis sie vom Fett überzogen sind. Mit Wein ablöschen. Wenn der Wein zur Hälfte eingekocht ist, nach und nach die Brühe angiessen. Die Temperatur so einstellen, dass es ständig leicht köchelt.

Regelmässig rühren und die Flüssigkeit immer wieder einkochen lassen, bevor neue hinzugefügt wird, bis die Nudeln gar sind aber noch gut Biss haben. Bei mir hat das 15 Minuten gedauert. Anschließend Maronen unterrühren. Käse fein reiben und hinzugeben. Umrühren, beiseite stellen und 5 Minuten ziehen lassen, bis der Käse geschmolzen ist.

Vor dem Anrichten, Pfeffer darüber mahlen und mit den knusprigen Salbeiblättern garnieren.

Zutaten:

  • 1 Zwiebel
  •  3 Knoblauchzehen
  •  80 g geräucherter, durchwachsener Speck
  •  16 frische Salbeiblätter
  •  200 g vorgekochte Maronen (Esskastanien)
  •  750 ml Gemüse- oder Fleischbrühe
  •  1 Esslöffel Butterschmalz
  •  300 g Crozets (französische Buchweizennudeln)
  •  1 Glas trockener Weißwein
  •  150 g Bergkäse
  •  frisch gemahlener Pfeffer
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• Graupeneintopf

Graupeneintopf

Seit Langem wollte ich etwas mit Graupen kochen. Julianes “Graupen-Risotto” steht schon eine halbe Ewigkeit auf meiner Nachkochliste.

Graupen kenne ich aus meiner Kindheit, sie gerieten dann aber jahrzehntelang in Vergessenheit. Zu Unrecht, denn Rollgerste, wie Graupen auch gerne bezeichnet werden, schmecken absolut lecker und ich mag das lustige Mundgefühl.

Aus dem Risotto wurde dann wieder nichts, da ich inspiriert von den Vorräten eher Richtung Suppe gehen wollte. Heraus kam dann ein wärmender und wohlschmeckender Eintopf. Schnell zubereitet und ideal für die kalte Jahreszeit.

Als i-Tüpfelchen hat mir ein Spritzer Himbeeressig besonders gut gefallen. Aleksandar bevorzugt da eher eine Parmesanwolke.

Graupeneintopf

Graupeneintopf
für 3 Personen als Hauptspeise

Zubereitung:

Gemüse putzen, schälen, Sellerie von den Fasern befreien und alles klein würfeln. Petersilienblätter und kleine Stängel fein hacken. Ein Esslöffel von den gehackten Blättern für das Anrichten zurück behalten. Speck in Würfel oder Streifen schneiden.

In einem großen Topf Olivenöl bei mittlerer Temperatur erhitzen. Speck und Zwiebeln darin unter Rühren andünsten. Restliches Gemüse und Petersilie hinzugeben. Graupen hinzufügen, kurz anschwitzen und mit Brühe aufgießen. 20 Minuten köcheln lassen bis die Graupen gar sind.

Speisestärke mit Sahne und Wasser anrühren und zur Suppe geben. Kurz aufkochen und mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss abschmecken. Mit der restlichen Petersilie bestreuen.

Wer mag gibt einen Schuss Himbeeressig in seinen Suppenteller oder/und reibt etwas frischen Parmesan darüber.

Zutaten:

  • 1 große Zwiebel
  • 3 Möhren
  • 3 festkochende Kartoffeln
  • 3 Stängel Sellerie
  • 1 große Petersilienwurzel
  • 1/2 Bund Petersilie
  • 80 g durchwachsener, geräucherter Speck
  • 1 Esslöffel Olivenöl
  • 100 g Graupen
  • 1,5 l Gemüse- oder Fleischbrühe
  • 1 Esslöffel Speisestärke
  • 2 Esslöffel Sahne + 2 Esslöffel Wasser
  • Salz, frisch gemahlener Pfeffer
  • frisch geriebene Muskatnuss
  • wer mag: Himbeeressig und frischer Parmesan
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No Risk, no Fun …

Demzufolge habe ich mich entschlossen die Nominierung anzunehmen und mich der Herausforderung zu stellen ;-)

Mein Food-Blog “paules ki(t)chen” bereitet mir großes Vergnügen. Gleichwohl steckt, wie in vielen anderen Blogs auch, Arbeit, Hingabe und jede Menge Herzblut darin. Daher freue ich mich sehr über die Nominierung, genauso wie über jede andere Form von Anerkennung, Lob und auch konstruktive Kritik.

Dabei sein ist alles …

Und gewinnen auf Biegen und Brechen ist nicht mein Ding. Also, wenn ihr ehrlich für mich abstimmt, freue ich mich sehr darüber. Viel wichtiger ist mir aber, dass ihr mir hier die Treue haltet und ich euch mit meinen Rezepten inspirieren und mit meiner Freude am Kochen und Backen anstecken kann.

Herzliche Grüsse, eure Paule

Nominiert für den BRIGITTE-Food-Blog-Award

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Schuedi Variation No. 2

Herbstlicher Schuedi mit Quittenmus und Nüssen

Ich weiß, ich weiß. Lange hat’s gedauert, aber nun geht es endlich weiter mit der Schuedi-Reihe.

Letzte Woche habe ich festgestellt, dass ich Quitten liebe. Besser spät, als nie. Optisch und roh wenig reizvoll, überraschen sie einen aber während der Zubereitung mit einem betörenden Duft und das finale Geschmackserlebnis ist überwältigend.

Auf jeden Fall muss ich bis Frühjahr in unserem Mikro-Garten Platz schaffen, um ein Quittenbäumchen zu pflanzen. Mit meinen ersten 4 Quitten die ich auf dem Markt erworben habe, machte ich Quittenmus. Ein halbes Glas wanderte dann in den Schuedi. Zusammen mit den Nüssen, die beim Backen wunderbar mit dem Zucker karamellisieren, ergibt dies eine präsentable Schuedi-Variation.

Wenn ihr gerade keine Quitten bei Hand habt, dann versucht es mit Apfel- oder Birnenmus. Hauptsache das Mus ist selbst gemacht, schön dick und aromatisch.

Auch andere waren fleissig: eine ganz tolle Variante hat Bella von Kochlloquium gezaubert. Bei ihr gibt es den Schuedi mit Birnen und Vanille-Butter, der sogleich von der sehr begeisterten Hedonistin (Low Budget Cooking) nachgemacht wurde.

Herbstlicher Schuedi mit Quittenmus und Nüssen

Herbstlicher Schuedi mit Quittenmus und Nüssen
für eine ∅ 30-32 cm Tarteform

Zubereitung:

Hefe in 3 Esslöffel Milch auflösen und beiseite stellen.

Restliche Milch, Butter und Honig bei niedriger Temperatur erhitzen, bis die Butter geschmolzen ist. Falls nötig auf Handwärme (38°C) abkühlen lassen, sonst sterben die Hefekulturen ab. Ei unterschlagen.

Mehl in die Rührschüssel der Küchenmaschine geben. Milchmischung und aufgelöste Hefe hinzugeben. Alles 4 Minuten auf Stufe 1 (von 4) kneten. Salz hinzugeben und auf Stufe 2 weitere 8 Minuten kneten. Zugedeckt 40 Minuten ruhen lassen.

Backform einfetten und mit Mehl bestäuben.

Den Teig kurz entgasen, rund formen und mit den Händen flach in die Form drücken. Zugedeckt ca. 40 Minuten gehen lassen.

Backofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen.

Mit dem Daumen dicht nebeneinander Vertiefungen in den Teig drücken. Butter in die Löcher verteilen und mit dem Finger leicht runterdrücken. Dabei etwas Butter über die gesamte Oberfläche verstreichen. Die Vertiefungen mit Quittenmus auffüllen. Nüsse mit einem großen Messer hacken und darüber verteilen.

Zucker mit Gewürzmischung vermischen und über den Kuchen streuen. In den Backofen geben und ca. 25 Minuten backen.

Zutaten für den Teig (wenn möglich zimmertemperiert):

  • 350 g Mehl Type 550
  • 160 g Milch
  • 20 g Frischhefe
  • 50 g Butter
  • 20 g Honig (oder 30 g Rohrohrzucker)
  • 1 Ei
  • 1 Teelöffel Salz

für den Belag:

  • 80 g weiche Butter
  • 1 kleines Glas selbstgemachtes Quittenmus* (ich habe knapp die Hälfte eines 250 ml Glases benötigt)
  • 40 g Walnusshälften
  • 40 g ganze, ungeschälte Mandeln
  • 3 Esslöffel Rohrohrzucker
  • 1/2 Teelöffel Sweet Dreams Gewürzmischung

* Für das Mus habe ich von 4 sehr großen Quitten (insgesamt 1,8 kg) den Flaum abgerieben, sie anschliessend geschält, entkernt, klein geschnitten und mit 250 g Wasser, Saft 1 Zitrone, +/- 350 g Rohrohrzucker und 1 ausgekratzten Vanilleschote und Mark weich gekocht. Dann mit einem Kartoffelstampfer zu Mus verarbeitet, noch einmal kurz aufgekocht und heiß in sterilisierte Marmeladengläser abgefüllt. Diese 10 Minuten auf den Kopf gestellt und fertig!

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