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paules ki(t)chen wünscht allen von Herzen alles Liebe zum Valentinstag

Nun da das Tonkabohnenvirus mich eiskalt erwischt hat und eine Genesung nicht in Sicht ist, nutzte ich die Gelegenheit um passend zum Valentinstag diese kleinen, verführerischen Brownies entstehen zu lassen.

Als Basisidee nahm ich das “bloomin’ brilliant brownies” Rezept (die Hälfte) von Jamie Oliver für dunkle, etwas herbe Brownies und aromatisierte den Teig mit Tonkabohne. Ausserdem streute ich vor dem Backen grob gehackte Schokolade auf die Oberfläche.

Was soll ich sagen?! Die idealen Brownies für Verliebte und nicht nur zum Valentinstag!

Brownies zartbitter mit Tonkabohne

Zubereitung:

für eine 20×20cm Backform

Die Backform buttern und zuckern bzw. die Form der Länge nach mit Backpapier auslegen, so dass das Papier nur an zwei Seiten überhängt. So kann man den Kuchen nach dem Backen an den überhängenden Teilen einfach herausheben.

Den Backofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen.

100 g Schokolade in kleine Stücke brechen und zusammen mit der Butter in einer mittelgrossen Schüssel im Wasserbad langsam schmelzen. Das Salz hinzufügen und 1/3 Tonkabohne auf einer feinen Muskatreibe hineinreiben.

Mehl, Backpulver und Kakao in eine kleine Schüssel sieben und mit dem Zucker vermischen. Alles zusammen in die Schokoladen-Butter-Mischung geben und mit einem Schneebesen verrühren.

Die Eier in einer Tasse leicht mit der Gabel verquirlen und in zwei Etappen unterrühren. Kurz aber kräftig mit dem Schneebesen schlagen, denn manchmal “gerinnt” der Teig leicht und durch das kurze, kräftige Schlagen wird er schön glänzend und homogen.

In die Form füllen und mit der grob gehackten Schokolade bestreuen. In den Ofen geben und 25 Minuten backen. Nicht zu lange backen, denn die Brownies sollten Innen noch feucht sein.

Aus dem Ofen nehmen und in der Form abkühlen lassen. Anschliessend in kleine Stücke schneiden oder passend zum Valentinstag mit einem Plätzchenausstecher Herzen ausstechen.

Mir schmecken diese Brownies am zweiten Tag noch besser!

Zutaten:

  • 100 g dunkle, 70%ige Schokolade von guter Qualität + 30 g grob gehackte zum Bestreuen
  • 125 g Butter
  • 1 Prise Salz
  • geriebene Tonkabohne, ca. 1/3 Bohne
  • 30 g Weizenmehl Typ 1050
  • 40 g Kakaopulver, ungesüsst
  • 1/4 Teelöffel Weinsteinbackpulver
  • 140 g Zucker (100 g Rohrohrzucker + 40 g Muskovado)
  • 2 Eier (L)

Inspirationsquelle: JamieOliver.com

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Nun hat das Joghurt-Selbstmach-Fieber auch mich befallen und damit nicht genug, wurde ich auch noch vom Tonkabohnenvirus angesteckt. Ersteres ist mir wohl bekannt, es kommt und geht in regelmässigen Abständen, aber das Tonkabohnenvirus hat mich voll erwischt und in Kombination mit dem neuen selbstgemachten Schokojoghurt haut es mich vollkommen um.

Das verführerische Aroma der Tonkabohne erinnert an eine Mischung von Vanille und Bittermandel, einige glauben auch Zimt heraus zu schmecken. Man verwendet sie, je nach Rezept, entweder gerieben auf einer feinen Reibe wie Muskatnuss oder lässt sie in Sahne oder Milch ziehen, z.B. für Crèmes, Mousses, Speiseeis oder Puddings. Wäscht man die Bohnen anschliessend ab und lässt sie trocknen, können sie mehrmals wiederverwendet werden.

Aurélie hat mich mit ihrer Kastaniencrème schon vor einigen Wochen auf Tonkabohnen aufmerksam gemacht und bei Véronique von “Wie Gott in Deutschland” konnte man sich schon 2007 schlau machen.

Einziger Wermutstropfen ist der Gehalt an Cumarin, welches in grossen Mengen, und regelmässig verzehrt gesundheitsschädigend sein kann. Hierzu findet man allerdings bei näheren Recherche recht unterschiedliche oder sogar gegensätzliche Aussagen.

Joghurt habe ich früher öfters selbst gemacht, da er mir einfach besser schmeckte als der gekaufte. Irgendwie wurde ich aber mit den kleinen Gläschen des Joghurtbereiters auf Dauer nicht glücklich und einige misslungene Versuche aromatisierten Joghurt herzustellen nahmen mir dann gänzlich die Freude.

Jetzt hat mich aber das Fieber wieder gepackt, nachdem ich bei “Chaosqueen’s Kitchen” den tollen Vanille Joghurt gesehen habe, den sie wiederum bei “Low Budget Cooking” entdeckte und der auch Anklang fand bei “Küchenlatein”.

Schnell noch den 1-Liter-Joghurtbereiter bestellen und es konnte losgehen.

In der Zwischenzeit hatte ich noch so tolle Rezept Variationen entdeckt wie Sahnejoghurt bei “Chili und Ciabatta”, Mohn-Marzipan-Joghurt bei “Küchenlatein”, Espressojoghurt bei “Chaosqueen’s Kitchen” oder Schokojoghurt bei “Brot und Rosen”.

Mein erster Versuch Vanille Joghurt herzustellen war ein voller Erfolg und hat man das Prinzip des Aromatisierens erst verstanden, ist der Fantasie keine Grenzen mehr gesetzt. Währenddem man die Milch bzw. Sahne erhitzt kann man nicht nur Vanilleschoten darin ziehen lassen, sondern auch Anissterne, Kardamomkapseln, Zimtstangen oder Tonkabohnen.

Ich wurde dann immer mutiger und habe die Idee des Schoko-Joghurts aufgegriffen und mit dem Aroma der Tonkabohne kombiniert. Ich erhielt einen sehr leckeren, aromatischen Joghurt, muss aber zugeben, dass der Geschmack polarisierend ist. Ich könnte mich förmlich reinsetzen, mein Mann findet den Geruch betörend, ist vom Geschmack aber weniger überzeugt. Ich glaube das liegt aber eher an der Schokolade, die er einfach nicht mit Joghurt in Verbindung bringen kann.

Was die Joghurtbereitung im Allgemeinen betrifft hat jeder so seine Erfahrungen und Vorlieben entwickelt.

Bei mir klappt es am besten mit H-Milch, falls ich dennoch auf Frischmilch zurückgreife erhitze ich sie kurz auf 90°C. Magermilchpulver erhöht die Trockenmasse und so die Festigkeit des Joghurts. Entgegengesetzt meiner früheren Überzeugung, dass der Fettgehalt des Impfjoghurts identisch sein muss mit dem der Milch kann ich widerlegen, weiss aber nicht wie gross die Toleranzgrenze ist. Ich nehme immer Vollmilchjoghurt und Vollmilch, durch die zusätzliche Sahne dann variiert aber letztendlich der Fettgehalt. Der Impfjoghurt sollte so frisch wie möglich sein, um ein Maximum an lebenden Kulturen zu haben. Bei über 45°C sterben die Joghurtbakterien ab, deshalb den Impfjoghurt erst in die auf 40-45°C abgekühlte Milch einrühren. Absolut wichtig ist auch die Hygiene bei der Zubereitung.

Weitere Informationen zum Thema findet man bei “Fool for Food” mit u.a. einem Vergleichstest, bei “RezkonvSuite” und bei “Low Budget Cooking”.

Selbstgemachter Schokoladen Joghurt mit Tonkabohne

Zubereitung:

Die Hälfte der Milch mit den Tonkabohnen in einem Topf auf 90°C erhitzen. Zucker, Magermilch- und Kakaopulver, restliche Milch und Sahne mit dem Schneebesen gut unterrühren.

Auf 40°C herunter kühlen lassen, die Tonkabohnen heraus fischen, den Impfjoghurt hinzufügen und sehr gut vermischen. Die Tonkabohnen abspülen und trocknen, so lassen sie sich mehrere Male verwenden.

Durch ein Sieb In den Joghurtbehälter umfüllen und 10 Stunden fermentieren lassen.

Anschliessend gut durchrühren und im Kühlschrank einige Stunden weiter reifen lassen.

Zutaten:

  • 800 ml Bio H-Vollmilch
  • 100 ml H-Sahne, ca. 30%
  • 1-2 Tonkabohnen
  • 3 Esslöffel Vollrohrzucker
  • 2 Esslöffel Magermilchpulver
  • 2 Esslöffel Kakaopulver ungesüsst
  • 1 Becher (100-125 g) frischer Bio-Naturjoghurt, 3,5-4%
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mit Anchovis für die Würze und Zitrone für den Frischekick

Beim Überfliegen der Speisekarte vom Italiener um die Ecke zögere ich stets bei den Orecchiette mit Brokkoli. Das Gericht schreit förmlich “Nimm mich!!”, was ich dann hin und wieder auch mache, ich aber jedes Mal enttäuscht bin von der traurigen, in Öl schwimmenden Pasta. Ich liebe Olivenöl sehr, aber ich mag trotzdem nicht die Speisen darin ertränken.

Auf Grund dessen füge ich auch dieses Gericht zu denen hinzu, die man besser hat selber zu machen.

Inspiriert habe ich mich an einem Rezept aus dem Buch “Genial Kochen mit Jamie Oliver”, es ist letztendlich aber eine sehr freie Interpretation geworden. Ich habe noch Koriandersamen, Zitronensaft und -abrieb und eine Spur Sahne hinzugefügt. Diese zusätzlichen Zutaten harmonieren optimal miteinander und machen ein einfaches Gericht zu einem, wie ich finde, wahren Gaumenschmaus.

Wer Orechiette frisch herstellen möchte, kann sich bei Robert von “lamiacucina” schlau machen.

Orecchiette mit Brokkoli
für 2 Personen

Zubereitung:

Den Brokkoli waschen, die Röschen abschneiden und eventuell halbieren oder vierteln. Das Zarte vom Strunk in kleine Würfel von 1 cm Länge schneiden.

Den Knoblauch schälen und in dünne Scheiben schneiden, so schmecken auch grössere Mengen angenehm und das Gericht wird nicht so aufdringlich knoblauchlastig, als wenn man ihn durch die Presse gibt.

Die Chilischote und den Koriandersamen in einem Mörser zerstossen.

Für die Nudeln einen grossen Topf mit Wasser aufsetzen und wenn es sprudelnd kocht, Salz und Orecchiette hineingeben.

Parallel dazu, Olivenöl in einer grossen Pfanne bei mittlerer Temperatur erhitzen. Den Knoblauch und 6 Anchovisfilets (wir nehmen auch gerne die doppelte Menge) hinzufügen und anbraten. Dabei zerfallen die Anchovisfilets gänzlich und geben hauptsächlich Würze ab. Auch bei grösseren Mengen schmeckt man die Anchovis nicht wirklich heraus. Der Knoblauch sollte keine Farbe annehmen, sondern nur etwas weich werden.

Nach einigen Minuten die zerstossenen Gewürze hinzugeben, kurz umrühren und zuerst die Brokkoliwürfel vom Strunk, dann auch die Röschen hinzufügen. Kurz durchschwenken, mit etwas Nudelwasser ablöschen und einige Minuten weich kochen.

Die gut bissfesten Nudeln abgiessen und in die Pfanne geben, dabei bei Bedarf etwas vom Nudelwasser hinzufügen. Mit Salz (Vorsicht, die Anchovis geben schon recht viel Salz ab) frisch gemahlenem Pfeffer, Zitronenabrieb und ein paar Spritzer Zitronensaft abschmecken.

Zum Schluss 2 Esslöffel Sahne – mehr benötigt man nicht, es soll ja keine Sahnesauce werden – und Basilikum unterrühren. Mit Parmesan anrichten und geniessen.

Zutaten:

  • 1 Kopf Brokkoli
  • 5-6 Zehen Knoblauch
  • 1/2 – 1 getrocknete Chilischote
  • 1 Teelöffel Koriandersamen
  • 200 g getrocknete Orecchiette
  • 1-2 Esslöffel Olivenöl zum Anbraten
  • Anchovisfilets in Öl eingelegt, Menge je nach Geschmack
  • Salz, frisch gemahlener Pfeffer
  • 1 Zitrone
  • 2 Esslöffel Sahne
  • 2 Teelöffel getrocknetes Basilikum
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