• Bundesgartenschau 2011
14. Mai 2011 von paule
14. Mai 2011 von paule
12. Mai 2011 von paule
Ich mag Rhabarber sehr gerne, Aleksandar mag ihn nur unter bestimmten Vorraussetzungen, vor allem süss genug muss er sein. Dafür liebt er Streuselkuchen mit Puddingfüllung, das ist mir wiederum zu heftig. Ich bin eher ein Fan von Käsekuchen, den Aleksandar zwar tapfer mit isst, sich aber nicht vor Begeisterung überschlägt.
Zum Glück habe ich bei Petra den “Rhabarber-Käse-Streuselkuchen nach Dagmar” gesehen, den es schon vor 2 Jahren bei Eva gab, die ihn ursprünglich bei Bolli entdeckt hatte. Ganz neu für mich war, dass für die Käsemischung die Zutaten nicht einfach nur kalt zusammen gerührt werden, sondern man kocht quasi einen Pudding, der dann zu einem Quark-Flammeri weiter verarbeitet wird.
Dieses Rezept ist perfekt für uns, da er uns beiden ausgezeichnet schmeckt. Nicht zu süss, nicht zu sauer, nicht wirklich Pudding, aber einen Hauch Quark und traumhaft knusprige Streusel. Einfach lecker.
Der Vorteil ist, wenn schon einige Nachbäcker am Werk waren, dass man sich überall “das Beste” abgucken kann. Eva hat schon den Rhabarber ins Spiel gebracht und genau wie sie, aber im Gegensatz zu Petra, habe ich den Boden nicht vor gebacken, dafür aber Petras Idee mit den Keksbrösel aufgegriffen. Das Vorbacken habe ich dadurch ersetzt, dass ich den Boden gekühlt habe, bevor die Füllung darauf kam. Dies und die Keksbrösel haben ein Durchweichen des Bodens verhindert.
Rhabarber-Käse-Streuselkuchen
für eine ∅ 26 cm Springform
Zubereitung:
Alle Zutaten für den Teig in eine Rührschüssel geben und mit den Quirlen des Handmixers eine knappe Minute rühren bis Streusel entstehen.
Ein Stück Backpapier in den Boden der Springform einklemmen. Den Rand der Form buttern und mehlen. 2/3 der Streusel auf den Boden der Form verteilen und mit den Händen festdrücken. Dabei einen kleinen Rand formen. Form und verbliebene Streusel kalt stellen.
In der Zwischenzeit Rhabarber putzen, schälen und in 2-3 cm lange Stücke schneiden.
Den Backofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen.
Für die Füllung Speisestärke mit etwas Milch glatt rühren. Restliche Milch mit Zucker, ausgekratzte Vanilleschote und Mark in einem Topf aufkochen. Angerührte Speisestärke hinzugeben und unter kräftigem Rühren mit dem Schneebesen nochmals aufkochen. Es entsteht eine dicke, puddingartige Masse. Quark und Eigelb sorgfältig darunter schlagen und noch einmal kurz aufwallen lassen. Von der Kochstelle nehmen.
Eiweiss und Puderzucker mit dem Mixer steif schlagen und vorsichtig unter die Milch-Quark-Masse heben.
Den gekühlten Boden mit zerbröselten Vollkornbutterkeksen bestreuen. Käsefüllung darauf geben und diese mit den Rhabarberstücken belegen. Abschliessend die Streusel obendrauf verteilen.
In den vorgeheizten Backofen schieben und 50 Minuten backen. Den Ofen ausschalten und den Kuchen noch 10 Minuten stehen lassen.
Anschliessend aus dem Ofen nehmen, kurz ruhen lassen, aus der Form nehmen und auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.
Zutaten für den Teig und die Streusel:
für die Käsefüllung:
für die Fertigstellung:
Quelle: Bolli’s Kitchen
Inspirationsquelle: Deichrunner’s Küche & Chili und Ciabatta
5. Mai 2011 von paule
Eine sinnliche Nachspeise zum Reinkuscheln!
Seit Tagen überlege ich, wie ich dieser unglaublichen Süssspeise verbal gerecht werden kann und die Emotionen in Worte fassen soll, die beim Verzehr hervorgerufen werden.
Ich kann es nicht. Jede noch so gut formulierte Beschreibung wäre bloss ein billiger Abklatsch von dem Genuss. Ab dem ersten Bissen war es um mich geschehen, ich erhob sie augenblicklich in den Adelsstand und krönte sie zur Königin aller Nachspeisen.
Bestärkt wurde ich durch die einstimmige Reaktion meiner Familie und Freunde. Noch nie sah ich eine grössere Einigkeit. Zuerst sprachlose Überraschung, die Augenbrauen schnellen in die Höhe, man überschlägt sich vor schierer Begeisterung und dann wird euphorisch drauflos geschnattert. Für die nächsten 10.000 Geburtstage, Jubiläen und Feste werden Pavlovas gewünscht und der Obstbelag wird mit unzähligen Vorschlägen saisongerecht übers Jahr abgedeckt. Damit ich ja nicht auf die Idee komme nur zur Beerenzeit Pavlovas zu produzieren.
Die Pavlova besteht aus einem aussen knusprigen und innen weichen, marshmallow-ähnlichem Baiserboden. Dies erzielt man durch die Beigabe von Essig oder Zitrone und Speisestärke. Es folgt eine Schicht geschlagene Sahne und frische Früchte der Saison. Hierbei eignen sich als Kontrast zum süssen Boden vor allem Früchte mit einer gewissen Säure. Maracujas gehören traditionell auf jeden Fall dazu.
Das gelingsichere Rezept (inklusive einer Videoanleitung) stammt von “Joy of baking” und auch auf “Barbaras Spielwiese” konnte man vor kurzem eine Pavlova bewundern.
Pavlova mit Erdbeeren, Himbeeren und Maracuja
für 5-6 Personen
Zubereitung:
Mit einem passenden Teller oder Form einen 18-20 cm grossen Kreis auf ein Stück Backpapier zeichnen. Papier umgedreht auf ein Backblech legen.
Gegebenenfalls Rohrohrzucker in der Moulinette fein mahlen.
Backofen auf 130°C Ober-/Unterhitze vorheizen.
Eiweiss kalt vom Eigelb trennen (Eier lassen sich kalt besser trennen), dann 30 Minuten Raumtemperatur annehmen lassen.
Mit der Küchenmaschine auf hohe Stufe halbsteif schlagen. Zucker löffelweise hinzufügen und weiter schlagen bis eine sehr steife, glänzende Masse entsteht und keine Zuckerkörnchen mehr zu spüren sind, wenn man ein wenig von der Masse zwischen zwei Fingern zerreibt. Vanille-Extrakt unterschlagen.
Essig darüber träufeln und Speisestärke darüber sieben. Mit einem Teigschaber vorsichtig unterheben.
Gesamten Eischnee mittig auf die vorgezeichnete Kreisfläche geben und gleichmässig verteilen. Dabei Innen etwas vertiefen. Den äusseren Rand glatt streichen.
In den Backofen geben, Temperatur auf 120°C reduzieren und 60-70 Minuten backen. Der Baiser sollte dabei keine Farbe annehmen. Die Temperatur gegebenenfalls auf 110°C reduzieren.
Den Backofen ausschalten und bei leicht geöffneter Tür den Baiser vollständig auskühlen lassen.
Kurz vor dem Verzehr Sahne mit Zucker steif schlagen und auf dem Baiserboden verstreichen. Erdbeeren putzen und klein schneiden und mit den Himbeeren auf der Sahne verteilen. Abschliessend Maracujas halbieren und das Innere über die Beerenfrüchte geben.
Sofort geniessen. Lässt sich nicht aufbewahren.
Zutaten für den Baiserboden:
für den Belag:
Quelle: Joy of baking (inklusive Videoanleitung)
27. April 2011 von paule
Lässt nicht nur Kinderherzen höher schlagen.
Das Osterwochenende ist vorbei und wir haben viel gekocht und geschlemmt.
Besonders gut angekommen sind die Nachspeisen. Passend zu den fast sommerlichen Temperaturen gab es unter anderem Eiscreme und damit auch Kinder ihre helle Freude daran haben konnten fiel die Wahl auf ein Schokoladen Marshmallow Eis.
Das Eis ist intensiv, aber angenehm schokoladig und überdurchschnittlich cremig. Ein Traum! Die Mini Marshmallows bleiben weich beim Gefrieren, machen somit das Eis noch fluffiger und sorgen für eine abenteuerliche Konsistenz. Die Rezeptidee stammt aus “The Perfect Scoop” von David Lebovitz. Ich habe lediglich die Zuckermenge leicht reduziert, dies ist vor allem anzuraten, wenn man süsse Marshmallows hinzufügt.
Cremiges Schokoladen Marshmallow Eis
ergibt 1 Liter Eiscreme
Zubereitung:
Schokolade fein hacken.
Die Hälfte der Sahne in einen Topf geben. Mit Kakaopulver verquirlen und unter Rühren zum Kochen bringen. Temperatur reduzieren und 30 Sekunden lang leicht köcheln lassen. Vom Herd ziehen, gehackte Schokolade hinzufügen und rühren bis eine homogene Mischung entstanden ist. Dann restliche Sahne hinzugeben und zu einer glatten Masse vermengen. Alles in eine grosse Schüssel geben, dabei den Topf sorgfältig mit einem Plastikschaber auskratzen.
Milch, Zucker und Salz in den gleichen Topf geben und unter Rühren erwärmen.
Eigelb mit dem Schneebesen in einer Schüssel aufschlagen. In einem dünnen Strahl erwärmte Milch-Zuckermischung langsam hinzugiessen und stetig rühren.
Diese Masse zurück in den Topf geben. Mit einem hitzebeständigem Plastikschaber rühren und bei mittlerer Hitze erwärmen bis die Creme leicht eindickt bzw. 77-79°C erreicht hat. Es darf auf keinen Fall kochen, sonst gerinnt die Eiermasse!
Die warme Creme sofort durch ein Sieb zur Schokoladen-Sahnemasse geben. Vanille-Extrakt hinzufügen und alles gründlich verrühren. Im kalten Wasserbad unter Rühren abkühlen. Zugedeckt im Kühlschrank einige Stunden, oder über Nacht gut durchkühlen lassen.
Eismasse in die vorbereitete Eismaschine geben und nach Anleitung des Herstellers fest werden lassen. Ganz zum Schluss Mini Marshmallows untermengen. Gegebenenfalls die Eiscreme im Tiefkühler nachgefrieren lassen.
Zutaten:
Quelle: “The Perfect Scoop” von David Lebovitz