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“Risotto aux champignons et au fenouil” aus “Meine Sonnenküche”

Austernpilz-Fenchel-Risotto

Ich bin keine praktizierende Gläubige und die Fastenzeit hat keine grosse Bedeutung für uns. Dennoch reizte mich das Thema des aktuellen Blog-Event LXV “Verzicht mit Genuss – Kulinarisch durch die Fastenzeit”, der von Julia (German Abendbrot) betreut wird.

Blog-Event LXV - Verzicht mit Genuss - Kulinarisch durch die Fastenzeit (Einsendeschluss 15. März 2011)

Mein Beitrag zur Fastenzeit wird sein, dass es in den folgenden sieben Wochen fleischlos bei paules ki(t)chen zugehen wird. Ohne süssen Verführungen wird mein Blog schwerlich auskommen, aber bewusst auf Fleisch zu verzichten ist meines Erachtens nach nicht nur aus religiöser Sicht eine Bereicherung. Letztendlich können bei einer ausgewogenen vegetarischen Küche die fleischfreien Produkte gänzlich aus ihrem Schattendasein treten und ihr volles Können unter Beweis stellen. So wie im folgenden Gericht.

“Meine Sonnenküche” von Virginie Besançon ist ein wahrer Schatz im Kochbuchregal und die daraus stammende und von Alice nachgekochte “Möhrencremesuppe” hat mich schon schier umgehauen und inspiriert. Dass die mediterranen Rezepte durchgehend vegetarisch sind, fällt erst auf den zweiten Blick auf. Viel mehr betont ist die Tatsache, dass die raffinierten, aber unkomplizierten Rezeptideen den Sommer einzufangen versuchen und uns das ganze Jahr über mit Sonne und Frohmut verwöhnen.

Kurz und gut: die Gerichte machen glücklich und genau das verspürte ich beim ersten Bissen dieses wundervollen Risottos. Obwohl ich einzelne Schritte spontan anders ausgeführt hätte, hielt ich mich weitgehend ans Rezept und wir wurden mit einem unvergleichlich traumhaften Risotto beschenkt. Dadurch, dass der Fenchel und die Pilze von Anfang an mit gegart werden, wird es sehr aromatisch. Die von mir heissgeliebten Austernpilze bilden das Sahnehäubchen und machen es zum perfekten Risotto.

Austernpilz-Fenchel-Risotto

Austernpilz-Fenchel-Risotto
für 2 Personen als Hauptspeise

Zubereitung:

Zwiebel schälen und fein hacken. Fenchel putzen und in kleine Würfel schneiden. Pilze putzen und gegebenenfalls grob zerkleinern. Brühe erhitzen.

2 Esslöffel Olivenöl in einem schweren Topf erhitzen und Zwiebel und Fenchel bei niedriger Temperatur 10 Minuten dünsten. Herausnehmen und beiseite stellen. Pilze im gleichen Fett bei mittlerer Temperatur anbraten bis eventuell austretende Flüssigkeit verdampft ist.

Zwiebel und Fenchel wieder hinzufügen, so wie Reis und Kräuter. Pfeffern und sparsam salzen. Unter Rühren 5 Minuten dünsten, dann mit 1/3 der heissen Brühe ablöschen. Leicht köcheln lassen, bis der Reis die Flüssigkeit aufgesogen hat. Regelmässig umrühren. Ebenso mit dem zweiten Drittel der Brühe verfahren. Beim letzten Drittel zusätzlich Wein hinzugeben.

Wenn der Reis fast gar ist, Parmesan unterrühren – einen Teil zum Darüberstreuen zurückbehalten – und einige Minuten ziehen lassen.

Kurz vor dem Anrichten restliches Olivenöl darüber träufeln und mit Parmesan bestreuen.

Zutaten:

  • 1 Zwiebel
  • 200 g Fenchel, geputzt gewogen
  • 200 g Austernpilze, oder nach Saison Waldpilze
  • 1 l Gemüsebrühe
  • 4 Esslöffel Olivenöl
  • 200 g Risottoreis
  • 2 Esslöffel Kräuter der Provence
  • 2 Esslöffel gehackte Petersilie, Blätter und feine Stengel
  • Salz und frisch gemahlener Pfeffer
  • 100 ml trockner Weisswein
  • 8-10 Esslöffel frisch geriebener Parmesan

Quelle: “Meine Sonnenküche” von Virginie Besançon
Eine ausführliche Buchrezension befindet sich auf “Valentinas Kochbuch”

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Herzhafte Schinken-Cheddar-Waffeln

Früher gab es bei uns zu Hause zu einer gewöhnlichen Gemüsesuppe oft Pfannkuchen. Das war bei uns allen sehr beliebt und meine Oma, die unter der Woche fürs Kochen zuständig war, konnte mit einem Gericht sieben Esser auf einen Schlag glücklich machen.

In meinem Mini-Haushalt schaffe ich dies leider nicht, denn mit der süsslich-pikanten Kombination stosse ich hier auf Granit. Zum Glück entdeckte ich auf “Les gourmandises d’Isa” ein Rezept für herzhafte Waffeln, das mich zum Nachmachen verführte und ich wurde nicht enttäuscht.

Herzhafte Schinken-Cheddar-Waffeln

Die frischen Waffeln sind aussen knusprig und innen flauschig und saftig. Der Geschmack erinnert an den Belag einer Quiche Lorraine. Beim Abkühlen verlieren die Waffeln schnell ihre Knusprigkeit, das dem Geschmack aber keinen Abbruch tut.

Den Speck habe ich durch gekochten Schinken ersetzt, Schnittlauchröllchen hinzugefügt und die Backpulvermenge etwas reduziert. Ansonsten habe ich mich an das Original gehalten, das mit wenig Butter und einem Ei auskommt. Dafür fügt man dem Teig Sauerrahm hinzu, das sicher dem Aroma und der Konsistenz zugute kommt. Ein absolut empfehlenswertes Rezept mit hohem Suchtpotential.

Herzhafte Waffeln gab es vor Kurzem auch bei Steph und zwar Pizzawaffeln mit Hefe und passend zur Fastnacht kann ich Aurélies “Gaufres de Carnaval” wärmstens empfehlen.

Herzhafte Schinken-Cheddar-Waffeln

Herzhafte Schinken-Cheddar-Waffeln

Zubereitung:
für 8 Waffeln

Mehl, Backpulver und Salz in eine Rührschüssel sieben. In die Mitte Ei, Milch, Sauerrahm und Butter geben und mit dem Handmixer zügig zu einem homogenen Teig verrühren.

Mit einem Löffel oder Teigschaber Schinken, Käse und Schnittlauchröllchen unterheben.

Waffeleisen laut Gebrauchsanweisung aufheizen. Eventuell leicht mit Fett einpinseln und eine mittelgrosse Kelle Teig pro Waffel ins Eisen geben. Nach 4 Minuten, bzw. wenn sie goldbraun sind, die fertigen Waffeln herausnehmen und sofort geniessen.

Passt hervorragend zu einer Gemüsesuppe.

Zutaten:

  • 250 g Weizenmehl Type 550
  • 2 Teelöffel Weinsteinbackpulver
  • 1 kräftige Prise Salz
  • 1 Ei Grösse M
  • 250 g Vollmilch
  • 200 g Sauerrahm, 10%
  • 40 g Butter geschmolzen
  • 70 g Cheddar fein gerieben
  • 3 Scheiben gekochter Schinken klein geschnitten
  • 2 Esslöffel Schnittlauchröllchen

Quelle: Les gourmandises d’Isa

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Chocolate Chip Cookies mit gebräunter Butter

Wenn Nicky von “delicious days” behauptet, dass sie lange an einem Rezept getüftelt hat bis sie mit dem Ergebnis zufrieden war, werde ich besonders hellhörig. Ihre so entstandenen Guten-Morgen-Muffins aus ihrem ersten Buch haben mich schon völlig umgehauen vor Begeisterung und nicht minder überzeugend sind ihre Chocolate Chip Cookies.

Es ist das erste Rezept aus ihrem zauberhaften und absolut empfehlenswerten, neuen Buch “Geschenkideen aus der Küche”, das ich nachmache. Der Geschmack der Cookies ist durch die gebräunte Butter und dem Hauch von Salz einzigartig und unwiderstehlich. Schon beim Bräunen der Butter und Zubereiten des Teiges wird man von den Aromen überwältigt, gar nicht zu sprechen vom Duft der beim Backen das ganze Haus durchströmt.

Das Rezept lässt sich einfach variieren, indem man einen Teil der Schokolade durch Nüsse, Haferflocken, getrocknete Cranberries usw. usf. austauscht. Ich habe u.a. eine Variante mit Butterscotch und Chocolate Chips zu gleichen Teilen ausprobiert, von der Aleksandar sehr angetan war.

Chocolate Chip Cookies mit gebräunter Butter

Nickys Chocolate Chip Cookies mit gebräunter Butter
für 2 Backbleche voll

Zubereitung:

Butter bei mittlerer Hitze schmelzen und auslassen bis sich goldbraune Krümel bilden und es angenehm nussig duftet. Regelmässig umrühren, damit sich keine festen Bestandteile am Topfboden absetzen und anbrennen. Sofort in ein anderes Gefäss umschütten – die Butter bräunt durch die Restwärme zu sehr nach – und mindestens 30 Minuten abkühlen lassen.

Schokolade mit einem Messer grob hacken.

Backofen auf 175°C Ober-/Unterhitze vorheizen.

Eier und Zucker mit der Küchenmaschine während 3 Minuten auf höchster Stufe dick cremig schlagen. Abgekühlte Butter hinzufügen und 2 Minuten weiter schlagen. Mehl, Natron und Salz darüber sieben und auf kleiner Stufe unterrühren. Zum Schluss Schokolade unterheben.

Mit einem kleinen Eisportionierer (oder Löffel) vom Teig Kugeln abstechen und mit Abstand auf ein mit Backpapier belegtes Backblech setzen. Leicht platt drücken und sparsam mit Salzflocken bestreuen. Je nach Grösse 10-12 (original: 12-14) Minuten backen. Die Cookies sind fertig, wenn beim Draufdrücken mit dem Finger sich die Oberfläche trocken, aber noch weich anfühlt. Lieber einen Tick zu früh aus dem Ofen nehmen, sie werden beim Auskühlen noch fester.

3 Minuten auf dem Blech ruhen lassen, dann auf einem Kuchengitter auskühlen lassen. Luftdicht verschlossen bis zu 2 Wochen haltbar. Mir schmecken sie am besten nach 2-3 Tagen.

Zutaten:

  • 150 g Butter
  • 150 g Zartbitterschokolade (50-70%) oder Schokoladentröpfchen
  • 120 g Muscovado Zucker (original: 150 g)
  • 40 g Rohrohrzucker (original: 50 g weisser Zucker)
  • 1 Ei Grösse L + 1 Eigelb Grösse L
  • 225 g Mehl Type 550
  • 1/2 Teelöffel Natron
  • 1/2 Teelöffel feines Meersalz
  • Salzflocken

Quelle: “Geschenkideen aus der Küche” von Nicole Stich und Coco Lang

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Getränkte Orangen Fondants

Fondants à l’orange comme un baba

Wieder ein Fondant und wieder mal die Saveurs. Beides lässt bekanntlich mein Herz höher schlagen und verführt mich immer wieder zum Nachmachen.

Der Clou bei diesem Rezept ist das Durchtränken der Fondants, so wie man es von den Baba au rhum kennt, hier allerdings mit einem Sirup aus Orangensaft, Puderzucker und Grand Marnier. Somit entstehen unvergleichlich saftige und aromatische kleine Kuchen, die mit sehr wenig Aufwand zubereitet sind und hervorragend zum aktuellen Garten-Koch-Event passen.

Garten-Koch-Event Februar 2011: Orangen [28.02.2011]

Im Originalrezept werden die Fondants im Muffinblech gebacken, das vorher eingefettet und mit Zucker ausgestreut wird. Ich habe kleine Baba-Silikonformen benutzt.

Fazit: Minimaler Aufwand, maximaler Genuss!

Fondants à l’orange comme un baba

Fondants à l’orange comme un baba (Getränkte Orangen Fondants)
ergibt 12 kleine “Baba-Fondants”

Zubereitung:

Backofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen.

Für den Teig Butter schmelzen. Mit Zucker, Orangensaft und Abrieb verrühren. Mehl und Backpulver darüber sieben und mit einem Schneebesen vermischen. Zum Schluss Eier unterschlagen. Den Teig gleichmässig in die Förmchen verteilen. Je nach Grösse der Form 15-25 Minuten backen. Die kleinen Baba-Förmchen benötigen knapp 15 Minuten.

In der Zwischenzeit für den Sirup Orangensaft, Puderzucker und Grand Marnier in einem kleinen Topf verrühren, zum Kochen bringen und 2 Minuten köcheln lassen. Beiseite stellen.

Nach Ende der Backzeit, die Fondants aus dem Ofen nehmen. Aus der Form nehmen und kurz auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.

Die Teilchen in einen tiefen Teller geben und den Sirup darüber giessen. 2 Stunden ziehen lassen. Gegebenenfalls einmal umdrehen.

Die Fondants können gekühlt oder Zimmer temperiert genossen werden. Gerne auch mit geschlagener Sahne.

Zutaten für den Teig:

  • 120 g Butter
  • Saft und Abrieb von 1 Bio-Orange
  • 100 g Rohrohrzucker
  • 130 g Weizenmehl Type 550
  • 2 Teelöffel Weinsteinbackpulver
  • 2 Eier Grösse M

für den Sirup:

  • Saft von 3 Orangen
  • 60 g Rohrohrpuderzucker
  • 50 ml Grand Marnier

Quelle: Saveurs – Le magazine de l’art de vivre gourmand, N°181 février 2011

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