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Fondants châtaigne-chocolat

Maronen-Schokoladen Fondants

Ich kann für dieses Jahr aufhören mit Bloggen. Ich habe mein kulinarisches Highlight für 2011 bereits gefunden. Kein weiteres Rezept wird diese Fondants, die alles Dagewesene in den Schatten stellen, toppen können.

Die saftigen, feuchten Mini-Kuchen, tragen ihren Namen mit recht, denn durch die mousseartige Konsistenz schmelzen sie förmlich im Mund. Der Geschmack lässt sich schwer beschreiben; süss-maronig, leicht karamellig, ein Hauch nussig vielleicht, aber auf jeden Fall traumhaft lecker und betörend schmackhaft.

Noch nie fiel mir das Fotografieren so schwer, da ich derweil das erste Stückchen verkostet habe und ich mich anschliessend vor lauter Gaumenfreude kaum zu konzentrieren vermochte.

Leider haben beim Backen sich alle Schokoladentröpfchen auf dem Boden versammelt, was die Optik bei den fertigen Teilchen etwas trübt.

Gefunden habe ich das Rezept – mal wieder – in der französischen Saveurs. Das Kastanien-Mehl in der Zutatenliste reizte mich das Rezept auszuprobieren, aber niemals hätte ich zu träumen gewagt, mit solch einem Genuss belohnt zu werden!!

Die Fotos lassen übrigens nicht annähernd vermuten, welches Geschmackserlebnis man beim Verzehr erfährt.

Maronen-Schokoladen Fondants

Maronen-Schokoladen Fondants (Fondants châtaigne-chocolat)
10-12 Mini-Gugelhupfe

Zubereitung:

Backofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen.

Mehle und Puderzucker in eine Rührschüssel sieben.

Eier trennen. Eiweiss mit Salz steif schlagen.

Eigelbe zur Mehl-Zuckermischung geben und mit dem Handmixer kurz auf mittlerer Stufe verrühren. Butter und Milch hinzufügen und so lange rühren bis ein homogener Teig entsteht.

Eischnee in 3-4 Portionen mit einem Teigschaber vorsichtig unterheben. Zum Schluss die Schokotropfen untermengen.

Teig bis knapp 1 cm unterm Rand in die Förmchen verteilen und je nach Backform ca. 20 Minuten backen. Stäbchenprobe machen. Die Fondants nicht zu lange backen, damit sie feucht und saftig bleiben.

Nach 5 Minuten aus der Form nehmen, abkühlen lassen, mit Puderzucker bestäuben und auf der Zunge zergehen lassen.

Nachtrag (31.01.2011): die Schokotropfen sind nicht mehr abgesunken, als ich sie mit einem halben Teelöffel Mehl vermischt habe, bevor ich sie dem Teig zugefügt habe. Danke für den Tipp, Zorra ;-)

Zutaten:

  • 75 g Kastanien-Mehl, im Bioladen erhältlich
  • 25 g Weizenmehl
  • 100 g Puderzucker
  • 100 g geschmolzene Butter
  • 2 Eier
  • 100 g Milch
  • 40 g Schokotropfen, zartbitter
  • 1 Prise Salz

Quelle: Saveurs – Le magazine de l’art de vivre gourmand, N°181 février 2011

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Pancakes à la banane, beurre au fruit de la passion

Bananen-Pancakes mit Passionsfrucht-Butter

Ich mag Pancakes und ich mag den Geschmack von Passionsfrüchten. Kein Wunder also, dass ich sofort Feuer und Flamme war als ich diese Kombination beim Durchblättern der aktuellen “Elle à table” entdeckte.

Die zerdrückten Bananen im Teig machen die Pancakes schön leicht und fluffig. Die Passionsfrucht-Butter ist zwar, wie die Bezeichnung schon vermuten lässt, eine kleine Kalorienbombe, gibt den Pancakes aber eine herrlich fruchtig, säuerliche Note.

Extreme Süssmäuler sollten die Zuckermenge im Teig erhöhen oder Ahornsirup beim Verzehr bereit halten.

Ein perfekter Start in den Tag!

Bananen-Pancakes mit Passionsfrucht-Butter

Bananen-Pancakes mit Passionsfrucht-Butter
ergibt 10-12 Stück

Zubereitung:

Für die Passionsfrucht-Butter Früchte halbieren, Fruchtfleisch mit einem Löffel entnehmen und in einem kleinen Topf zum Kochen bringen. Während 2 Minuten etwas einköcheln lassen. Vom Herd nehmen. Butterwürfel mit einem Schneebesen unterschlagen, um eine glatte, homogene Masse zu erhalten. Beiseite stellen.

Für den Teig, Mehl, Zucker, Salz, Backpulver und Backnatron in einer Rührschüssel vermengen. In einem zweiten Gefäss Buttermilch, Milch, Ei und geschmolzene Butter verschlagen. Mit dem Schneebesen die trockenen Zutaten mit den flüssigen gut vermischen bis ein glatter Teig entsteht. Bananen schälen, mit einer Gabel zerdrücken und unter den Teig mischen.

Eine beschichtete Pfanne mit etwas Pflanzenöl erhitzen. Teig mit einem kleinen Schöpflöffel portionsweise in die Pfanne geben. Bei mittlerer Hitze 4-5 Minuten auf der einen Seite backen, dann wenden und 2-3 Minuten fertig backen. Im Backofen bei 100°C warm stellen bis der restliche Teig ebenso verarbeitet ist.

Mit der Passionsfrucht-Butter anrichten und geniessen.

Zutaten für die Passionsfrucht-Butter:

  • 5 Passionsfrüchte
  • 80 g Butter, in kleine Würfeln geschnitten

Zutaten für die Pancakes:

  • 180 g Weizenmehl Type 550
  • 20 g Rohrohrzucker
  • 1 Prise Salz
  • 1 Teelöffel Weinsteinbackpulver
  • 1 Teelöffel Backnatron
  • 280 g (250 ml) Buttermilch
  • 80 g Vollmilch
  • 1 Ei
  • 20 g geschmolzene Butter
  • 3 reife Bananen
  • Pflanzenöl für die Pfanne

Quelle: elle à table (fr) – N°74 janvier-février 2011

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Orangen-Mandarinen Marmelade mit Sternanis, Vanille und Whisky

Mit einer guten, selbst gemachten Marmelade, kann man mich immer begeistern. Nicht nur Welten, sondern ganze Universen liegen zwischen einer industriell hergestellten und einer mit Liebe gekochten, aromatischen Marmelade, die auch deutlich nach dem schmeckt, wie sie heisst. Und seit ich erkannt habe, dass man sie stressfrei in geringen Mengen und für den kleinen Haushalt produzieren kann, macht mir das Einkochen noch mehr Spass.

Folgendes Rezept eignet sich hervorragend um einen Überschuss an Zitrusfrüchten zu verarbeiten und die Zeit zu überbrücken, bis die ersten regionalen Obstsorten Saison haben.

Der Whisky setzt einen feinen, geschmacklichen Akzent und dient zusätzlich zur besseren Haltbarkeit. Bei 2 Esslöffel auf diese Menge schmeckt man ihn deutlich heraus und es lohnt sich umso mehr eine gute Qualität zu wählen. Dank Aleksandar, habe ich die Qual der Wahl, und ich entschied mich für einen 12 jährigen Balvenie, einen schottischen Single Malt mit nussig-süssem Geschmack und Orangen-Sherry Aroma.

Alternativ kann man auch Orangen Likör, wie Grand Marnier oder Cointreau verwenden.

Damit die Aromen sich optimal entfalten können, sollte die Marmelade eine Woche durchziehen. In der Zeit kann sie auch noch etwas fester werden.

Orangen-Mandarinen Marmelade mit Sternanis, Vanille und Whisky

Orangen-Mandarinen Marmelade mit Sternanis, Vanille und Whisky
für 4-5 kleine Gläser

Zubereitung:

Gläser sterilisieren und bereit stellen. Ich gebe sie hierfür 2-3 Minuten auf höchster Stufe in die Mikrowelle. Für die Gelierprobe einen kleinen Unterteller im Gefrierfach bereitstellen.

Orangen und Mandarinen auspressen und das Fruchtfleisch, das sich dabei in der Zitruspresse ansammelt zum Saft hinzufügen. 750 ml abmessen. Mit Zucker, ausgekratzten Vanillestange und Mark, sowie Anissterne in einen grossen Topf geben und vermischen.

Unter ständigem Rühren aufkochen und 3 Minuten sprudelnd kochen. Zitronensaft hinzufügen und weitere 3 Minuten kochen. Gegebenenfalls die Anweisungen auf der Packung des Gelierzuckers beachten.

Um sicher zu gehen, dass die Marmelade nach dem Abkühlen fest genug wird, mache ich jedes Mal eine Gelierprobe, indem ich einen kleinen Löffel voll Marmelade auf den eiskalten Teller gebe. Geliert es sofort, ist die Marmelade fertig, falls nicht eine weitere Minute kochen. Whisky unterrühren, Vanillestange entfernen und die heisse Marmelade in die vorbereiteten Gläser füllen. Pro Glas ein Stück Sternanis geben, Deckel zuschrauben und für 15 Minuten umdrehen, damit ein Vakuum entsteht.

1 Woche durchziehen lassen.

Zutaten:

  • 750 ml Saft und Fruchtfleisch von ca. 4 Orangen und 8 Mandarinen, wenn möglich in Bio Qualität
  • 100 ml Zitronensaft
  • 500 g Bio-Gelierzucker 2:1 aus Rohrohrzucker
  • 1 Vanillestange
  • 5-6 Stück Sternanis
  • 2 Esslöffel Whisky, z.B. 12 jähriger Balvenie
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Gratin de poireaux au Saint-Nectaire

Lauch Gratin mit Saint-Nectaire

Nach den Comté-Plätzchen ein weiteres Rezept aus der französischen “Saveurs”, das mich voll überzeugt hat. Mit nur wenigen Zutaten und einfacher Zubereitung ist ein herrliches Gericht entstanden, das man als Hauptspeise oder als Beilage geniessen kann. Bei uns gab es heute Reis dazu, den ich mit dem Blanchierwasser vom Lauch kochte und einen knackigen Wintersalat. Einfach köstlich!

Im Original Rezept wird die Sahne (ich habe ein Teil durch Milch ersetzt) mit 2 Scheiben geräuchertem Speck aufgekocht, die dann wieder entfernt werden. Um es vegetarisch zu gestalten, habe ich dies ausgelassen. Dafür habe ich fürs Aroma mit Thymian und Muskatblüte gewürzt. Für den Biss und zur Deko gab es noch einige Pinienkerne zusätzlich.

Ganz begeistert hat mich auch der Saint-Nectaire, ein französischer halbfester Schnittkäse aus der Auvergne. Er wird aus der Dickmilch der Rinderrasse Salers hergestellt und hat ein leicht nussig-erdiges, aber mildes Aroma. Er verwandelt die gekochte Sahne-Milchmischung in eine traumhafte Sauce, die ich mir nicht nur zum Gratinieren vorstellen kann, sondern auch zu Pasta.

Lauch Gratin mit Saint-Nectaire

Lauch Gratin mit Saint-Nectaire
für 4 Personen (Hauptspeise)

Zubereitung:

Lauch waschen und den hellen Teil mit einem scharfen Messer in 3-4 cm lange Stücke schneiden. Im Salzwasser 5 Minuten blanchieren, kurz abschrecken und abtropfen lassen. In einer flachen Gratinform oder ofenfeste Portionsförmchen aufrecht verteilen.

Den Backofen auf 190°C Ober-/Unterhitze vorheizen.

Käse sparsam entrinden und in kleine Würfel schneiden. Sahne, Milch und Thymian in einem Topf zum Kochen bringen. Hitze abschalten. Käse hinzugeben und schmelzen lassen. Mit Muskatblüte abschmecken.

Sauce über den Lauch giessen und mit Pinienkernen bestreuen. Frisch gemahlenen Pfeffer darüber geben. Die Sauce schien mir anfangs etwas viel, sie dickt aber beim Gratinieren ein und ist gerade richtig bemessen.

Im Backofen während 15 Minuten gratinieren.

Mit Reis, Kartoffeln oder frisches Baguette und Salat geniessen.

Zutaten:

  • 6 Stangen Lauch (Porree)
  • 200 g Sahne
  • 100 g Vollmilch
  • 180 g Saint-Nectaire (mit Rinde gewogen)
  • 1 Teelöffel getrockneter Thymian
  • eine Prise Muskatblüte (Macis)
  • frisch gemahlener Pfeffer
  • 1 Esslöffel Pinienkerne

Quelle: Saveurs – Le magazine de l’art de vivre gourmand, N°180 déc. 2010 – janv. 2011

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