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Schnelles, wohlschmeckendes Gericht für die kalte Jahreszeit.

Kniddelen mat Gréiwen an Äppelkompott

So kann es nicht weiter gehen!

Bei paules ki(t)chen gibt es zurzeit 107 Beiträge und darunter befinden sich gerade mal 5 luxemburgische Rezepte.

Das muss sich ändern und deshalb gibt es gleich heute ein sehr beliebtes, luxemburgisches Gericht.

Neben “Bouneschlupp” und “Paschtéit” sind Kniddelen eine weitere landestypische Speise, die mich während meiner ganzen Kindheit begleitet hat. Kniddelen, eine Art Mehlknödel von platter, unregelmässiger Form, gab es bei uns immer mit krossen Speckwürfel und meist als Beilage. Man kann sie auch ohne Speck, dafür mit fein geschnittenem, gekochten Schinken zubereiten und mit Sahne übergiessen.

Da sie ausgesprochen lecker, aber auch sättigend sind, bevorzuge ich sie als Hauptspeise und mit Apfelmus.

Lea Linster bezeichnet sie als Nostalgie-Food und hat ihnen einen ganzen Artikel gewidmet. Sie lockert den Teig mit eingeweichtem Weissbrot und Sauerrahm auf. Das Rezept wurde auch schon von Nata (pastasciutta) nachgekocht im Rahmen des Soulfood Blog-Events. Andere Kochanleitungen schlagen Quark zur Lockerung vor.

Ich mag meine Kniddelen gerne bissfest, so wie ich sie von meiner Oma kenne und von ihr abgeschaut habe. Das Rezept entspricht in etwa dem aus “Ketty Thull”, der Klassiker unter den luxemburger Kochbücher.

“Kniddelen mat Gréiwen an Äppelkompott” – Mehlknödel luxemburger Art mit Speck und Apfelmus
für 2 Portionen als Hauptspeise

Kniddelen mat Gréiwen an Äppelkompott

Zubereitung:

Für das Apfelmus Äpfel schälen, vierteln und entkernen. In Stücke schneiden und mit Zitronensaft beträufeln. In einem Topf mit Zucker und einem Schuss Wasser bei mittlerer Hitze weich kochen. Gelegentlich umrühren und wenn zuviel Flüssigkeit verdampft und die Masse anzubrennen droht, einen kleinen Schuss Wasser hinzufügen. Anschliessend mit dem Zauberstab pürieren und beiseite stellen.

Speck entschwarten und in kleine Würfel oder Stifte schneiden. Im heissen Butterschmalz kross ausbraten.

Für den Teig, Mehl, Eier und Salz in eine Schüssel geben, mit den Knethacken des Handmixers auf mittlerer Stufe verquirlen und dabei soviel Milch hinzufügen, bis ein zäher Teig entsteht, der sich vom Boden der Schüssel löst.

In einem grossen Topf Salzwasser zum Kochen bringen, dann die Temperatur reduzieren, dass das Wasser nur siedend kocht. Ein Suppenlöffel jedes Mal ins heisse Wasser tauchen, dann vom Teig Nocken abstechen und ins Wasser geben. Etwas Teig bleibt jedoch immer am Löffel haften. Die Kniddelen sind fertig wenn sie oben schwimmen. Mit einem Schaumlöffel entnehmen und in eine vorgewärmten Schüssel schichten. Je nach Grösse des Topfes den Teig in 2-3 Etappen aufarbeiten. Den ausgelassenen Speck darüber geben und mit Apfelmus geniessen!

Reste lassen sich hervorragend aufwärmen. Entweder langsam in einem Topf erhitzen, oder in einer Pfanne anbraten. Schmeckt fast noch besser als frisch!

Zutaten für die Knödel:

  • 400 g Weizenmehl Type 550
  • 1 knapper Esslöffel grobes Meersalz
  • 3 Eier (M)
  • +/- 240 g Milch
  • 4 dicke Scheiben (2-3mm) durchwachsener Speck
  • 1 Esslöffel Butterschmalz

für das Apfelmus:

  • 4 aromatische Äpfel
  • Saft 1/2 Zitrone
  • 2 Esslöffel Rohrohrzucker

Quelle: meine Oma und “Koch, Back & Dessertbuch von Ketty Thull”

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Rustikale Birnentarte mit Mandeln und Schokolade

Tarte rustique aux poires, amandes et chocolat

Ich muss mich beeilen, denn ich möchte gerne noch am Garten-Koch-Event mit dem Thema “Birnen” teilnehmen, der heute endet.

Garten-Koch-Event Oktober 2010: Birnen [31. Oktober 2010]

Deshalb gibt es diesmal auch keine lange Einleitung und ich komme gleich zum Wesentlichen.

Die Tarte ist sehr, sehr lecker, einfach in der Herstellung und durch verschiedene Obstsorten beliebig variabel. Die Idee stammt von “Le Pétrin”, wo sie mit Pflaumen zu finden ist. Der süsse Mürbeteig (pâte brisée sucrée), für mich der absolute Highlight dieser Tarte, ist traumhaft knusprig und blättrig, und der fruchtige Belag harmoniert bestens mit der schokoladigen Mandelschicht, die auch dazu dient den austretenden Saft aufzufangen.

In der ganzen Eile habe ich leider vergessen darauf zu achten welche Birnensorte mir meine Marktfrau diesmal empfohlen und verkauft hat. Aber vielleicht erkennt jemand von euch auf dem Foto die genaue Sorte. Optimal wären feste, säuerliche Birnen. Diese hier hatten eine herrliche Konsistenz, hätten aber einen Tick säuerlicher sein können.

Noch ein Wort zum Teig: immer wieder aufgefallen – aber nie wirklich recherchiert – ist mir die Tatsache, dass es bei uns in Luxemburg, beeinflusst durch Frankreich, zwei Sorten von Mürbeteig gibt. Eben diesen hier im Rezept verwendeten “Pâte brisée” (knusprig, blättrig) und den “Pâte sablée”, der wie das Wort es schon sagt, leicht “sandig”, mürbe ist. Leider läuft mir schon wieder die Zeit davon, werde mich in nächster Zeit mal schlau machen und auf das Thema zurück kommen.

Und hier nun das Rezept:

Tarte rustique aux poires, amandes et chocolat
ergibt eine Tarte von ca. ∅ 26 cm

Tarte rustique aux poires, amandes et chocolat

Zubereitung:

Für den Mürbeteig Butter in Würfel schneiden und 15 Minuten ins Gefrierfach stellen.

Anschliessend alle Zutaten bis auf das Wasser in einen Food Processor (mit Schneidmesser) geben und mit der Impulstaste 2-3 Mal kurz mixen. Eiskaltes Wasser esslöffelweise hinzufügen, jedes Mal 1-2 Mal für ein paar Sekunden auf die Impulstaste drücken. Solange wiederholen bis der Teig anfängt zusammenzuklumpen.

Aus dem Teig eine Kugel formen, platt drücken und mit Frischhaltefolie umwickelt in den Kühlschrank geben. Mindestens 30 Minuten lang kühlen, besser noch 2-3 Stunden oder über Nacht.

In der Zwischenzeit für den Belag Mandeln, Zucker, Kakaopulver und Mehl in einer kleinen Schüssel vermischen und beiseite stellen.

Backofen auf 210°C Ober-/Unterhitze vorheizen.

Birnen schälen, längs vierteln, Kerngehäuse entfernen und quer in dicke Scheiben schneiden. In eine Schüssel geben, mit Zitronensaft beträufeln, Mark einer Vanillestange hinzugeben und vorsichtig vermengen.

Teig aus dem Kühlschrank nehmen und auf einem gut bemehlten Stück Backpapier dünn ausrollen zu einem Kreis von ca. ∅ 36 cm.

Mit einer Gabel mehrmals einstechen, damit sich der Teig beim Backen nicht wölbt.

Zuerst Mandel-Schoko-Masse auf dem Teigkreis verteilen, dann Birnenstücke. Dabei einen Rand von 4-5 cm aussparen.

Mit einem Teigspatel den äusseren Rand anheben und über den Belag klappen. Den Teigrand mit Sahne bestreichen und die gesamte Tarte mit grobem Zucker bestreuen.

Auf ein Backblech schieben und im vorgeheizten Backofen bei 210°C Ober-/Unterhitze während 35-45 Minuten knusprig braun backen.

Auf einem Kuchengitter abkühlen lassen.

Lauwarm oder kalt geniessen, mit Vanilleeis, geschlagene Sahne oder pur.

Zutaten für den Mürbeteig:

  • 300 g Weizenmehl Type 550
  • 150 g eiskalte Butter
  • 30 g Rohrohrzucker
  • 1/2 Teelöffel Salz
  • 1 1/2 Esslöffel Sahne
  • eiskaltes Wasser

für den Mandel-Schokoladen Belag:

  • 25 g gemahlenen Mandeln
  • 25 g Rohrohrzucker
  • 15 g hochwertiges Kakaopulver (z.B. Valrhona)
  • 10 g Mehl

für die Obstgarnitur und Fertigstellung:

  • 700-800 g Birnen (3-4 Birnen)
  • 1 Vanillestange
  • Saft einer 1/2 Zitrone
  • 1 Esslöffel Sahne
  • 1 Esslöffel grober, brauner Zucker

Inspirationsquelle: Le Pétrin

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Die Kürbisse rollen wieder – Teil 6

Kürbis-Kokos-Marmelade

Es reizte mich schon lange Kürbismarmelade auszuprobieren und als ich bei “Lisa’s Kochfieber” ihre Kürbis-Kokos Variante entdeckte, war diese Kombination dermassen überzeugend und ihre Begeisterung so ansteckend, dass ich mich sofort ans Nachmachen begab.

Lisa sollte Recht behalten: der Aufstrich ist wahrhaftig eine Gaumenfreude und darf auf keinem herbstlichen Frühstückstisch fehlen. Alleine die leuchtend orangene Farbe bringt Sonne ins Haus und lässt jedes Marmeladen Herz höher schlagen!

Ausnahmsweise nahm ich für dieses Rezept keinen, von meiner Mutter liebevoll angebauten Hokkaido Kürbis, sondern besorgte mir im Bioladen, wie im Rezept vorgesehen, Butternuss Kürbisse. Ich hatte Glück, denn diese waren äusserst aromatisch und zusammen mit der Säure, den Gewürzen und der Kokosmilch entstand eine unvergleichlich fruchtige und harmonische Gesamtkomposition, die jede Geschmacksknospe zum Explodieren bringt.

Beim Nachmachen habe ich mich im Prinzip an Lisa’s Rezept gehalten, habe lediglich die Menge erhöht, die Zubereitung an die Beschreibung meines Gelierzuckers angepasst und mit Vanille aromatisiert anstelle von Ingwer und Kokosraspeln. Hierbei ist der Fantasie sowieso fast keine Grenzen gesetzt und man kann ganz nach Geschmack auch mit Sternanis, Nelken, Kardamom, Zimt und/oder Muskat aromatische Akzente sezten.

Abschliessend sei noch erwähnt, dass die Marmelade, durch die Stärke im Kürbis, beim Verzehr ein leicht mehliges Mundgefühl hinterlässt. Sicher nicht jedermanns Sache, mich stört es allerdings nicht und hat auch das Suchtpotential in keiner Weise geschmälert.

An dieser Stelle ein grosses Dankeschön an Lisa für das tolle Rezept.

Kürbis-Kokos-Marmelade
ergibt 5-6 kleine Gläser

Kürbis-Kokos-Marmelade

Zubereitung:

Kürbis mit dem Sparschäler schälen, entkernen und in Würfel schneiden.

Marmeladengläser sterilisieren und bereit stellen.

Wasser in einem grossen Topf stark aufkochen, Kürbis hineingeben und Temperatur reduzieren. Vanillestange der Länge nach aufschneiden, Mark herauskratzen und beides zum Kürbis geben. Bei halb geschlossenem Deckel 20-30 Minuten leicht sprudelnd kochen bis der Kürbis weich ist. Mehrmals umrühren und gegebenenfalls am Anfang etwas Wasser hinzufügen. Nach ungefähr der Hälfte der Kochzeit Kokosmilch angiessen.

Anschliessend Topf vom Herd nehmen, Vanillestange entfernen und mit dem Zauberstab pürieren. Zucker und Zitronensaft hinzufügen, unter Rühren noch einmal aufkochen und 3 Minuten sprudelnd kochen (bzw. Anleitung des Zuckerherstellers befolgen). Zum Schluss Rum unterrühren.

Fertige Marmelade kochend heiss in Gläser füllen, mit dem Deckel verschliessen und eine halbe Stunde umgedreht hinstellen, damit ein Vakuum entsteht.

Als Brotaufstrich geniessen oder in Naturjoghurt einrühren.

Zutaten:

  • 1000 g Butternusskürbis (von ca. 2 mittelgrossen Kürbissen)
  • 100-200 ml Wasser
  • 1 Vanillestange
  • 500 g Gelierzucker aus Rohrohrzucker 2:1
  • 200 g Kokosmilch
  • Saft von 2 Zitronen (oder 10 g Zitronensäure)
  • 1 Esslöffel Kokosnuss Rum (z.B. Malibu)

Quelle: Lisa’s Kochfieber

Die Kürbisse rollen wieder

Teil 1: Kürbiseis mit Kürbiskernkrokant
Teil 2: Kürbisbrot mit Kürbiskernen
Teil 3: Kürbiskekse mit Butterscotch Schoko Tropfen
Teil 4: Scharfe Chorizo Pizza mit Kürbissauce und Kürbispizzateig
Teil 5: Pumpkin Spice Latte

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Wunderbar cremig, gesund und verlockend!

Cremiges Avocado Bergamotte Eis

Seltsamerweise habe ich in den letzten Wochen, seit dem Kürbiseis, häufiger Eis gemacht als im Sommer und wir stürzen uns förmlich auf die kalte Köstlichkeit.

Vielleicht ist ja was dran an der Behauptung, dass gerade der Verzehr von Eis – dadurch, dass der Körper abkühlt und der Temperaturunterschied geringer wird – uns die Winterkälte nicht so schlimm erscheinen lässt. Alles klar?! ;-)

Viel überzeugender allerdings ist, dass das Avocado Eis uns so gut geschmeckt hat, dass uns die Aussentemperaturen absolut egal waren.

Das Eis ist traumhaft cremig – wen wundert’s – und schmeckt, wenn auch angenehm, aber deutlich nach Avocado. Das Bergamotte Öl setzt einen willkommenen, frischen Akzent und sollte man keines zur Hand haben, würde ich entweder Orangen Öl oder 2-3 Teelöffel frisch gepressten Zitronensaft vorschlagen.

Das Rezept ist eine Eigenkreation ausgehend vom Kürbiseis und der Basis Eismasse von Ben & Jerry.

Cremiges Avocado Bergamotte Eis
ergibt ca. 800 ml nicht gefrorene Eismasse

Zubereitung:

Vanillestange aufschneiden, Mark auskratzen und beides mit Sahne und Milch in einen Topf geben und kurz aufkochen. Vom Feuer nehmen und 30-60 Minuten ziehen lassen, bzw. abkühlen lassen.

Eier mit der Küchenmaschine oder Handmixer auf höchster Stufe 1-2 Minuten schaumig schlagen. Zucker löffelweise hinzugeben und rühren bis eine dicke, cremige Masse entsteht.

Abgekühlte Milch-Sahnemischung – Vanillestange vorher entfernen – zur Eier-Zuckermasse giessen und gut verrühren.

Avocadofleisch in einen grossen Messbecher geben, Eier-Sahne-Masse durch ein Sieb passiert hinzugeben und mit dem Zauberstab pürieren. Mit Bergamotte Öl abschmecken, alles gut verrühren und wenn möglich noch mindestens 2-3 Stunden kühlen.

Cremiges Avocado Bergamotte Eis

In die vorbereitete Eismaschine geben und nach Geräteanweisung fest werden lassen. Wenn nötig im Gefrierschrank nach gefrieren lassen.

Das Eis wird durch das Avocadopüree bei längerer Aufbewahrung im Gefrierschrank sehr fest und sollte vorm Verzehr im Kühlschrank 15-20 Minuten temperiert werden.

Reste, wegen den rohen Eiern, so bald wie möglich verbrauchen.

Zutaten:

  • 300 g flüssige Sahne (30-36%)
  • 150 g frische Vollmilch
  • 1 Vanillestange
  • 2 sehr frische Eier (M)
  • 100 g Rohrohrzucker
  • 150 g Avocadofleisch (ca. 1 Avocado), knapp reif
  • 3-4 Tropfen Bergamotte Öl (Essenz)

Herzhafte Version vom Avocado Eis entdeckt bei:

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